Mosel-Eifel

Im Süden grenzt die Mosel die Eifel gegenüber dem Hunsrück ab. Die Landschaft, die sich vom Moseltal nördlich hinaufzieht, nennt man Mosel-Eifel. Die Mosel-Eifel zieht sich von Trier im Westen das gesamte Moseltal entlang bis nach Koblenz an der Mündung der Mosel in den Rhein.

Wandern in der Mosel-Eifel

Die Mosel-Eifel zählt zu den Top-Wandergebieten Deutschlands. Abwechslungsreiche Landschaften und immer wieder die malerischen Weinhänge, die steil zur Mosel hin abfallen, zeigen Deutschland von seiner Schokoladenseite. Und mitten hindurch führen unzählige attraktive Wanderwege. Der längste von ihnen ist der Moselsteig, der im Westen bei Trier auf den Eifelsteig und im Osten bei Koblenz auf den Rheinburgenweg trifft. Zu den bekanntesten Rundwanderwegen in der Mosel-Eifel zählen der Calmont Klettersteig, der Hatzenporter Laysteig und der Pyrmonter Felsensteig.

Wandergebiete in der Mosel-Eifel

Die Mosel-Eifel gliedert sich in sieben Wandergebiete. Das Neuwieder Becken ist eine Talweitung zwischen den Städten Koblenz und Andernach. Im Neuwieder Becken liegen die Koblenzer Stadtteile westlich des Rheins und nördlich der Mosel sowie die Verbandsgemeinde Weißenthurm mit ihrem Wahrzeichen, dem Weißen Turm aus dem 15. Jahrhundert. Im Koblenzer Stadtteil Lützel findet sich eine Burg mit Wurzeln im 4. Jahrhundert und Reste der Befestigungsanlage Feste Kaiser Franz. Ein bedeutender kulturhistorischer Schatz ist in Bassenheim zu bestaunen. Das Sandsteinrelief des Bassenheimer Reiters stammt aus dem Jahre 1239.

Für den Abwechslungsreichtum der Mosel-Eifel steht das Maifeld als Kornkammer der Eifel mit seiner sanfthügeligen Landschaft, die Weitblicke erlaubt. Besuchermagnet ist die Burg Eltz bei Wierschem, bekannt als Motiv des alten 500-DM-Scheins. Weitere Burgen locken den Besucher des Maifelds: die Burgruine Wernerseck nahe Ochtendung und die Burg Bischofstein bei Lasserg. Keine Burg aber ebenfalls imposant sind die ehemalige Stiftskirche in Münstermaifeld, die St. Stephanus Kirche in Polch, der Fährturm in Hatzenport, Schloss Gondorf und die Koberner Oberburg.

Zwischen Schiefer und Wein spielt sich das Leben in der Schiefereifel ab, eindrucksvoll erwanderbar auf dem Schiefergrubenwanderweg im Kaulenbachtal. In Kaisersesch erinnert die alte Innenstadt rund um die Pfarrkirche St. Pankratius ein wenig an eine Freilichtbühne. Eine Begehung des Martbergs (273m) bei Pommern führt zur gallo-römischen Tempelanlage, wo Lenus-Mars verehrt wurde. Mehr dem Bacchus wird womöglich im Winzerdorf Müden gehuldigt. Das älteste Rathaus an der Mosel steht in Moselkern, sein Baubeginn wird auf das Jahr 1535 datiert.

Ein touristischer Magnet sind die Cochemer Moselschleifen. Cochem, die Schöne an der Mosel, bezaubert durch ihren reizvollen Charme, alte Bausubstanz und verwinkelte Gassen sowie der Reichsburg Cochem. Ein Abstecher zum Pinner Kreuz, ein Besuch des Wild- und Freizeitparks Klotten, ein Ausflug ins Dortebachtal oder eine Wanderung zu den Mühlen im Endertbachtal machen einen Besuch am Moselkrampen immer lohnenswert.

Moselaufwärts schließen sich ab Ediger-Eller die steilsten Weinberge entlang der Mosel an und der allersteilste von ihnen ist der Calmont (381m). Hier in der Calmont-Region finden sich weitere touristische Ankerpunkte wie etwa Burg Arras, der Buchsbaumwald bei Sankt Aldegund und die Marienburg.

Wild und Wein sind die Leitthemen im Wandergebiet Kondelwald, der Heimat der bekannten Weinlage Kröver Nacktarsch. In Lutzerath ist die Wallfahrtskirche Mater Dolorosa eine Besichtigung wert. Auf der Schießlay stürzt sich der höchste Wasserfall der Eifel 28m in die Tiefe. Der Kurort Bad Bertrich mit Deutschlands einziger Glaubersalztherme und Europas erstem landschaftstherapeutischem Park und das Kloster Springiersbach, das im Barock- und Rokokostil Glanzpunkte setzt, runden den Reigen an Sehenswürdigkeiten im Kondelwald ab.

Von Ürzig bis Piesport zieht sich der Kueser Moselbogen, der seinen Namen dem Winzerdorf Kues verdankt, dass seit 1909 mit Bernkastel zu einer Stadt vereint ist. Das Kloster Machern, der Klosterhof Siebenborn, der Aussichtsturm auf dem Grainskopf (329m), das Moselweinmuseum im Cusanusstift, Schloss Lieser, die Minheimer Pestkapelle, das alte Eichamt und die Mosel-Loreley bilden interessante Ausflugsziele zwischen den bekannten Weinlagen Piesporter Goldtröpfchen, Brauneberger Juffer und Ürziger Würzgarten - um nur die bekanntesten zu nennen.

Die Wittlicher Senke umschließt das Stadtgebiet rund um die Kreisstadt Wittlich und wird von Salm und Lieser durchflossen. Schöne Mühlen wie die Dörbacher Mühle, das Alte Rathaus mit der städtischen Galerie, die katholische Pfarrkirche St. Markus mit einigen Meistermann-Fenstern, Schloss Dreis, Burg Bruch, die Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung in Klausen und der Neuerburger Kopf (286m) sind lohnenswerte Ziele in der Wittlicher Senke. Und wenn man sich selbst belohnen will, macht man einen Abstecher zum Waldhotel Sonnora, wo Helmut Thieltges unter drei Guide-Michelin-Sternen auf höchstem Niveau kocht.

Der Meulenwald erstreckt sich zwischen den Tälern von Kyll und Salm von der sogenannten Römischen Weinstraße im Moseltal bis hinauf zum Heckenland. Das Wandergebiet Meulenwald bietet viele spannende Wanderziele, z.B. den Aussichtsturm auf dem Kellerberg (449m), die Fährtürme von Trittenheim, Schloss Bekond und die Wasserburg Klüsserath, das Quinter Schloss und den Niederprümer Hof, den Römischen Qanat in Pölich und den Fidei-Aussichtsturm.

Das Trierer Land liegt zwischen Sauer, Mosel und Kyll ganz im Westen der Mosel-Eifel. Hier gibts viel römische Geschichte wie an der Igeler Säule, tolle Natur wie im Tal der Wasserfälle, an der Ehranger Kanzel und im Naturschutzgebiet Ralinger Röder und beeindruckender Kultur z.B. mit Burg Ramstein, Schloss Monaise, dem Zewener Turm und der Römerbrücke - der ersten Brücke auf deutschem Boden.

Anreise zur Mosel-Eifel

Die Mosel-Eifel ist verkehrstechnisch sehr gut durch die Moselbahn erschlossen, die von Koblenz über Cochem und Wittlich nach Trier führt. Wer mit dem Auto anreist, nutzt in der Regel die Autobahn A 1. Deren Abschnitt durch die Eifel wird von Nordosten über die A 3 durch die A 48 (Dernbach-Neuwied-Koblenz) am Dreieck Vulkaneifel angeschlossen und von Südwesten über die A 6 durch die A 62 am Dreieck Nonnweiler.

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