Klotten


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Der Fremdenverkehrsort Klotten liegt umgegeben von steilen Schieferhängen direkt an der Mosel und ist geprägt vom Weinbau. Die Klottener Weinbergslagen sind Burg Coraidelstein, Brauneberg und Rosenberg. KLotten zählt mit seiner urkundlichen Ersterwähnung 698 zu einem der ältesten Orte an der Mosel – und das lässt sich noch eindrucksvoll betrachten, wenn man durch die Gässchen und Winkel auf und ab durch den Ort wandert.

Über Klotten auf einer Bergkuppe liegt die Burg Coraidelstein, die, so wird vermutet, von Pfalzgraf Hermann I. im 10. Jahrhundert gegründet. Von 1040-47 wohnte die Polenkönigin Richeza, Nichte von Kaiser Otto III., auf Burg Coraidelstein. Rund 500 Jahre später wird von einem neuen Bau auf der Veste zu Klotten berichtet.

1830 wurde Burg Coraidelstein auf Abbruch verkauft, daher ist heute nur noch eine Ruine zu sehen. Erst mit dem Kauf durch einen Industriellen konnte der weitere Verfall wahrscheinlich gestoppt werden. Zwei neue Häuser entstanden auf dem Burggelände. Heute noch erhalten sind der im Kern romanische Bergfried mit seiner gotischen Ummantelung, der weithin zu sehen ist, ein Burghaus mit Rundturm, als Nebengebäude ein Herrschaftshaus mit Rundturmresten und eine Villa aus den 1950er Jahren.

Ein weiteres Highlight ist das erste Naturschutzgebiet an der Mosel. Das Dortebachtal liegt östlich des Zentrums von Klotten und wurde bereits 1930 unter Schutz gestellt. Das enge Seitental der Mosel wartet mit einer ganz eigenen Stimmung, Flora und Fauna auf. Schroff aufsteigende Schieferwände, Geröllhalden als Heimatort der bedrohten Smaragdeidechse, Pflanzen, die mediterranes Klima schätzen – eine eigene Welt an deren Ende sich der Dortebach mutig als Wasserfall in Richtung Mosel stürzt.

Oberhalb von Klotten steht die Seitskapelle. Das Kapellenhäuschen finden Wanderer auf dem Moselhöhenweg zwischen Klotten und Cochem. Die Seitskapelle entstand im 19. Jahrhundert. 1859 stand hier zunächst ein Marien-Heiligenhäuschen, das um eine Herz-Jesu-Kapelle 1881 ergänzt wurde.

Die zahlreichen Winzervillen und Fachwerkgebäude in Klotten aufzuzählen, die dem Denkmalschutz unterliegen, würde eine lange Liste ergeben. Am besten, man fährt hin und wandert durch die hübschen Sträßchen mit aufmerksamem Blick. Aufblicken kann man zum romanischen Westturm der Pfarrkirche St. Maximin, der 1564 aufgestockt wurde. Die Südkapelle stammt auch aus dem 16. Jahrhundert. Drei Jahrhunderte später erhielt die Kirche eine Erweiterung zur dreischiffigen Halle. Seit 2002 ist St. Maximin im Besitz einer Reliquie der seligen Polenkönigin Richeza, die im Kölner Dom ihre letzte Ruhestätte gefunden hat.


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