Kloster Machern

Das Kloster Machern am linken Moselufer gegenüber von Zeltingen-Rachtig ist etwas Besonderes an der Mosel, denn hier steht nicht Wein, sondern selbstgebrautes Klosterbier im Fokus. Dennoch, wie immer im Land der gelobten Mosella: Es gibt im heute vor allem gastronomisch genutzten Kloster Machern natürlich auch einen Weinkeller (hier Weincabinet genannt) und sogar eine eigene Destille.

Der Beginn für Kloster Machern datiert auf das Jahr 1084, als das Trierer Irminenkloster am Kueser Moselbogen eine Niederlassung errichtete, die der Erzbischof allerdings gute dreißig Jahre später wieder schließen ließ. Weitere hundert Jahre später – um 1230 – wurde am Standort ein Zisterzienserinnenkloster neu gegründet, das ab1240 mit dem Neubau aller Klostergebäude begann.

Das gut zwei Hektar große Areal von Kloster Machern ist zu großen Teilen von einer Mauer eingefasst. Mittelpunkt des heutigen Gebäudeensembles ist die ehemalige Klosterkirche aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. In dem verputzten Bruchsteinbau befindet sich heute der barocke Festsaal mit stuckiertem Spiegelgewölbe. Im Chor wurde die kleine Corneliuskapelle eingerichtet.

Die Südwest- und Südostseite des Klosterhofs werden durch ein stattliches Herrenhaus und sich östlich daran anschließende, ehemalige Wirtschaftsbauten begrenzt, die auch das rundbogige Tor zum Klosterareal aufnehmen.

Das Herrenhaus wird heute neben den gastronomischen Einrichtungen vor allem als Museum genutzt. Im Puppenmuseum wird historisches Puppen- und Blechspielzeug vornehmlich aus der Zeit von 1850 bis 1925 ausgestellt. Zudem gibt es ein kleines Ikononenmuseum, in dem rund 200 Kult- und Heiligenbilder aus Russland, Rumänien und Äthiopien gezeigt werden.