Pfarrkirche St. Markus (Wittlich)

Schmuck erhebt sich über die historische Wittlicher Innenstadt der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Markus. Die barocke Pfeilerbasilika mit spätgotischem Chor entstand 1707-24. Die vierjochige Pfeilerbasilika teilt sich in ein Haupt- und zwei Seitenschiffe. Der Innenraum fasziniert durch seine klare Gliederung und lenkt die Blicke auf die elegant wirkenden Altäre und das wundervolle Chorgestühl. Jenes an der Südseite entstand um 1770, das an der Nordseite kam 1820 hinzu und beide wurden 1927 noch mal erweitert.

Ein Augenmerk fällt natürlich auf den schmucken Hochaltar. Dieser stammt aus der Dominikanerkirche in Koblenz und wurde 1749 erworben. Die geschreinerten Seitenaltäre sind 1747 entstanden. Ein würdiges Gegenüber des Hochaltars ist der Orgelprospekt von 1769, er umrahmt eine Orgel mit 38 Registern.

Die Kunst der Vergangenheit kontrastiert wirkungsvoll mit den Fenstern, die nach dem Zweiten Weltkrieg 1949-52 eingesetzt wurden. Sie stellen aufeinander abgestimmte biblische Momente dar. Szenen des Alten Testaments sind im nördlichen Seitenschiff zu sehen. Im südlichen Seitenschiff finden sich Heilige aus dem Neuen Testament.

Die Hochfeste des Kirchenjahres, Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten, lassen Licht in den Chor. Sie wurden vom Künstler Georg Meistermann angefertigt. Als er diese 1949 einsetzte, gab es in der Bevölkerung Proteste und er musste Teile der Fenster wieder austauschen. Wahrscheinlich kamen einige Menschen mit Meistermanns Grad an Abstraktion nicht gut zurecht.

Heute ist man sicher glücklich in Wittlich über die Entscheidung, Meistermann die Aufträge gegeben zu haben. Ein Teil des Meistermann Nachlasses bildete den Grundstock des Georg-Meistermann-Museums in Wittlich, das heute Städtische Galerie für moderne Kunst heißt und sich im Alten Rathaus befindet.