Trier-Quint

Quint ist der nördlichste Stadtteil von Trier und liegt an der Einmündung des Quintbachs in die Mosel. Der Quintbach ist ein 10km langer Fluss, der bei Zemmer entspringt und im Wesentlichen die natürliche Grenze zwischen Trier und dem benachbarten Schweich bildet. Der Name Quint bezieht sich auf die Römerstraße, die von Trier nach Andernach führte. Ad quintum lapidem heißt übersetzt: zum fünften Meilenstein und genau hier entstand Quint.

Zwischen Wald und Fluss war für den Firmengründer Franz von Pidoll eine günstige Lage zur Gründung einer Eisenhütte mit Gießerei (1683). Abbau und Transport von Erz aus der Eifel erfolgte von der Quinter Hütte bis zur Schließung 1972.

Dass die Familie von Pidoll erfolgreich war, ist zu sehen am Quinter Schloss, dass sie sich 1760 als Wohn- und Verwaltungsgebäude haben bauen lassen. In den 1980er Jahren wurde dem bis dahin unter dem Zahn der Zeit leidenden barocken Quinter Schloss eine Frischekur verliehen. Von außen erstrahlt die dreiflügelige Schlossanlage, umgeben von einem Park mit Teich, in alter Pracht, von Innen wurde es wohl verändert. Hier wird Förder- und Bildungsarbeit in einem integrativen Kindergarten (Haus Tobias) und der Remise angeboten. Im Haupthaus hat sich ein Unternehmen niedergelassen.

Folgt man dem Quintbach aufwärts in den Meulenwald, kommt man schnell zum Kaiserhammerweiher. An dem malerisch gelegenen Teich gab es einst eine florierende Ausflugsgastronomie, die allerdings schon seit einigen Jahrzehnten brach liegt.

Auf der anderen Seite von Quint oberhalb des Kylltals, das als natürliche Grenze den Meulenwald nach Westen abschließt, liegt oberhalb der Bahnlinie der Buntsandsteinfelsen Heidenstuben, der als Naturdenkmal eingetragen ist. Auf dem Heidenstuben steht ein weithin sichtbares Gipfelkreuz, das 2007 aufgestellt wurde.