Hatzenport

Eingerahmt von der Mosel und Weinbergen liegt Hatzenport im Süden des Maifelds. Hatzenport, als Teil der Verbandsgemeinde Untermosel, gehört zum Weinbaubereich Burg Cochem. Aus Hatzenport stammen die Weinlagen Hatzenporter Burg Bischofstein, Kirchberg und Stolzenberg. Auf dem kleinen Moselinselchen Hatzenporter Werth besteht die Möglichkeit, in schöner Atmosphäre zu campen.

In Hatzenport mündet der Schrumpfbach in die Mosel. Wunderschön zu entdecken ist von hier aus das Schrumpftal. Insgesamt schmiegen sich 15 Mühlen an den nicht mal 6km langen Bachlauf von Münstermaifeld bis Hatzenport. Sieben davon zählen zu Hatzenport. Die Mühlen sind oft heute Wohnhäuser.

Das Wahrzeichen Hatzenports ist der Fährturm am Moselufer. Erstmalig erwähnt wurde der Fährbetrieb im 16. Jahrhundert. Grundsteinlegung für den polygonalen viergeschossigen Backsteinturm war 1863. „Hol über“ wird jedoch heute nicht mehr gerufen, denn 1972 wurde zwischen Löf und Alken die Moselbrücke fertig und der Fährbetrieb in Hatzenport unrentabel.

Etwas oberhalb von Hatzenport steht die katholische Pfarrkirche St. Johannes inmitten eines alten Friedhofes. Sie wird auch als Hatzenporter Bergkirche bezeichnet. Ihr Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Zwei Jahrhunderte später erhielt die Hatzenporter Bergkirche das jetzt zu sehende Langhaus und den Chor. Als wertvollstes historisches Stück gilt das Fenster am linken Nebenaltar mit der Kreuzigung. Es wird dem Jahr 1480 und einem Meister aus Süddeutschland zugeschrieben.

Recht jung dagegen ist der zweite Kirchbau in Hatzenport, die katholische Kirche St. Rochus. Sie wurde 1869-70 als neugotische Bruchschieferhalle errichtet. Ein Kirchenfenster zeigt die Darstellung des heiligen Rochus. Er war ein Pilger aus Montpellier, der Mitte des 14. Jahrhunderts gelebt hat. Rochus soll sein Vermögen an Arme gegeben und sich auf den Weg nach Rom gemacht haben. Unterwegs habe er Pestkranke geheilt. Das machte ihn unter anderem zum Schutzheiligen der Chirurgen und Schreiner.

Hatzenport hat einen wunderschönen Wanderweg ausgewiesen. Wein und Wetter haben den Ort geprägt und daraus wurde der 11km lange WeinWetterWeg. In Hatzenport herrscht ein für Wein ideales Klima mit intensiver Sonneneinstrahlung an den Steilhängen, wärmespeichernde Felsen und Mauern sowie geringer Niederschlag. Der WeinWetterWeg führt den Wanderer durch dieses spezielle Klima über die Terrassenhänge mit fantastischen Ausblicken bis zur Burg Bischofstein, über das Moseltal und zum Klettersteig vom Stolzenberg zur Rabenlay, um nur einige Punkte auf der Route zu nennen.

Der Moselsteig führt ebenfalls durch Hatzenport auf der Eifelseite und folgt meist dem Flusslauf. Zu empfehlen ist auf jeden Fall eine Wanderung über den Hatzenporter Laysteig, der zu den Traumpfaden Rhein-Mosel-Eifel zählt. Hier hat man auf 12km alles: Klettern mit Nervenkitzel, Rabenlay und Kreuzlay mit wunderbaren Aussichten und dem märchenhaften Schrumpftal.