Alken (Rhein-Mosel)

Weinhotel LandsknechtWeinhotel Landsknecht

Über dem Weinort Alken an der Mosel thront die Burg Thurant, eine Spornburg aus dem 12. Jahrhundert mit Weinbergen auf der Sonnenseite. Die Burg wurde teils auf römischen Mauerresten errichtet und ist eine der ältesten im Moselland. Alken wurde bereits im 10. Jahrhundert als Alkana erwähnt. Teile der Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert sind zu sehen und denkmalgeschützt.

Begonnen wurde mit der Befestigung des Ortes in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, einmal rundherum bis zu den Außenanlagen der Burg Thurant. Erhalten hat sich das sogenannte Fallertor, ein Torturm, dessen Fachwerkeinbau erneuert wurde nahe der Oberstraße 39 und ein südwestlicher Eckturm bei der Moselstraße 15, einem Bruchsteinbau aus dem 19. Jahrhundert, sowie ein spitzer Torbogen bei der Bachstraße 10.

Relikte eines Turms finden sich auch an der Wiltburg, einem Burghaus, das im 14. Jahrhundert erbaut und dann im 17. Jahrhundert von der Adelsfamilie Wiltberg erweitert und umgestaltet wurde. Der Putzbau fällt durch sein Barockportal ins Auge. Man sieht Ecktürme und einen dreigeschossigen Bruchsteinbau mit Treppenturm.

Eines der ältesten Gebäude Alkens ist das in der Oberstraße gelegene Malteserhaus. Der Kern des Gebäudes stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. dem langrechteckigen Kernbau ist ein Torbogen mit darüber liegendem Erkerzimmer erhalten. Das Malteserhaus war wohl einst ein Hospital.

In Alken sollte man sich unbedingt die Alte Michaelskirche mit Beinhaus ansehen. Sie ist eine der ältesten Gotteshäuser an der Mosel und wurde erstmalig 1015 erwähnt. Der Saalbau ist im Kern romanisch und der Westturm stammt aus dem 13. Jahrhundert, die Sakristei aus dem Jahr 1547. Den Aufgang zur Kirche säumt ein Kreuzweg. Wenn man die Treppen erklommen hat, sieht man hinter einem Gitter Skelettteile. Wenn der Friedhof belegt war, wurden Gebeine in einem geweihten Raum unter der Kirche eingelagert. Hier liegen Überreste von Menschen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert.

Um 1350 entstand das Fresko im Chor „Christus als Weltenrichter“, das sich gut erhalten hat und sachkundig restauriert wurde. Die Fresken im Kirchenschiff sind um 1500 entstanden. Der Hochaltar zeigt eine Weihnachtsszene. Der Seitenaltar stammt aus der Zeit des Barock und zeigt den heiligen Michael. Der Altar stand zuvor in der neuen Pfarrkirche St. Michael. Die neue Pfarrkirche St. Michael entstand 1846-48 aus Schieferbruchstein im neugotischen Stil.

Von der historischen Kirche, auch Michaelskapelle genannt, führen Fußfälle zum Bleidenberg hinauf. Steil und schmal geht es auf dem rund 800m langen Sieben-Fußfälle-Pfad zu, die etwa 180m in der Höhe überwinden. Die sieben Stationen wurden im 17. Jahrhundert angelegt. Ab 1803 waren Wallfahrten verboten und die Bildnisse verfielen. Erst im jetzigen Jahrtausend wurden sie wieder hergerichtet.

Ein beliebter Aussichtspunkt liegt südlich von Alken und hört auf den vielversprechenden Namen Teufelslay. Die Teufelslay liegt gegenüber von Löf bezeichnet und wird sowohl vom Bergschluchtenpfad Ehrenburg als auch vom Traumpfad Bleidenberger Ausblicke angesteuert.