Maifeld

Das Maifeld klingt nicht nur gut, es ist auch eine sehr reizvolle Gegend, wenn man vom Rhein-Main-Gebiet über Koblenz an die Mosel will. Bekanntester Weinort im Maifeld ist sicherlich Winningen, nicht zuletzt durch das Moselfest im Herbst, das älteste und größte Weinfest an der Mosel.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit im Maifeld ist aber Burg Eltz – Motiv des alten 500-Markscheins. Burg Eltz ist eine der wenigen Burgen an Rhein und Mosel, die nie zerstört wurden und noch in großen Teilen ihrem Ursprungszustand entspricht. Die Höhenburg im Elzbachtal begeistert in ihrem Gesamtensemble nicht nur Historiker, sondern auch zahlreiche Tagesausflügler.

Wer sich für schöne Gebäude interessiert wird im Maifeld weiterhin fündig z.B. bei Schloss Gondorf, den Burgen in Kobern, der Ruine der Burg Wernerseck im Nettetal, dem mittelalterlichen Eulenturm, Burg Bischofstein und dem historischen Fährturm von Hatzenport.

An sakralen Bauwerken gibt es ebenfalls einige Auswahl, die eigens eine Anreise ins Maifeld lohnen. Vorne dabei ist sicherlich die Matthiaskapelle, in der einst der Kopf des Apostels Matthias aufbewahrt wurde. Ein richtiges „Brett“ aber ist das Maifeldmünster, dessen Bau wohl schon im 6. Jahrhundert auf den Fundamenten einer römischen Wachturmanlage begonnen wurde. Da können dann auch die 54m hohen Doppeltürme der Stephanuskirche nicht mithalten.

Noch älter als die Burgen und die Kirchen sind im Maifeld zwei antike Überbleibsel: die keltische Ringwallanlage Goloring bei Kobern und der römische Tumulus in Ochtendung. Die aufgemauerten Reste eines dort gefundenen Grabmals gehen auf die Zeit um 100 v. Chr. zurück. Die Begräbnisstätte wurde im Maßstab 1:1 rekonstruiert.

In Sachen Natur sind zuerst die Täler von Mosel, Elzbach und Nette zu nennen. Höhepunkte bieten das Naturschutzgebiet rund um den Ausoniusstein, das für seine Mühlen bekannte Schrumpfbachtal zwischen Hatzenport und Metternich und der Löfer Buchsbaumwald.