Lehmen

Lehmen und der zugehörige Ort Moselsürsch liegen im Moseltal und werden von Weinbergen gesäumt. Lehmen bietet insbesondere durch seine Lage für Wanderer wunderbare Einblicke ins Moseltal. Innerorts fällt der allein stehende Kirchturm auf. Der romanische fünfgeschossige Glockenturm stammt aus dem 12. Jahrhundert und erinnert an die einstige Pfarrkirche. Die neue Kirche St. Stefan entstand 1762 in Form eines Saalbaus. Einige Jahre später entstand die Kirche in Moselsürsch, die Ägidius geweiht wurde.

Bei Lehmen hat die Mosel eine Staustufe. Es ist die 13. von insgesamt 14 Moselstufen zwischen Thionville im Nordosten Frankreichs und der Mündung in den Rhein in Koblenz. Hier wird der Fahrwasserstand reguliert und 6m Höhenunterschied werden überwunden. Ein Wasserkraftwerk sorgt für Strom.

Sehr natürlich geht es auf der kleinen Moselinsel zu, die etwas oberhalb der Staustufe zu sehen ist. Die Reiherschussinsel ist ein Vogelschutzgebiet.

Schützenswert ist zudem das Gebiet auf Moselsürscher Gemarkung. Auf dem über 30ha großen Naturschutzgebiet Ausoniusstein kann man dem seltenen Apollofalter beim Nektar trinken zusehen. Ausonius, ein gallo-römischer Staatsbeamter im 4. Jahrhundert, Prinzenerzieher und Dichter, hat in seiner Mosella im Jahre 371 die Mosellandschaft in einer Reisebeschreibung wiedergegeben.

Vom Ausoniusstein, einer hohen Felsnase 227m ü. NN, lässt sich eine fantastische Aussicht genießen. Vom Ausoniusstein hat man reizvolle Blicke ins Moseltal und auf die Orte Oberfell, Alken mit Burg Thurant, Brodenbach und Kattenes. In der Nähe befindet sich eine Schutzhütte.

Um insbesondere Wanderern einen Höhenpunkt zu bieten, führt der neue Würzlaysteig über den Ausoniusstein. Der Würzlaysteig verläuft zwischen Lehmen und Löf und wurde nach der Weinlage Würzlay benannt.