Kondelwald


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Der Kondelwald wird von den Einheimischen auch stolz das Herz der Mosel genannt, liegt das Wandergebiet doch relativ mittig auf dem Weg der Mosel von Trier nach Koblenz. Das Wandergebiet erstreckt sich von Alflen im Norden bis nach Traben an der Mosel. Im Osten begrenzt der Üßbach grob das Wandergebiet, im Westen gibt der Alfbach in etwa die Begrenzung zur Wittlicher Senke vor.

Bekannt ist der Kondelwald vor allem durch das Kröver Reich – ein ehemaliges Königsgut der Karolinger. Ok, das ist lange her, aber die fränkischen Könige hatten sich den direkten Zugriff auf das Kröver Reich wegen des guten Weins hier gesichert und die Weinlage, um die es hier geht, erfreut sich internationaler Bekanntheit: der Kröver Nacktarsch.

Zu sehen und zu entdecken gibt es vieles im Herzen der Mosel-Eifel. In Sachen Natur lässt sich etwa die Schießlay erobern – der höchste Wasserfall der Eifel. Der Aussichtspunkt auf der Achterhöhe (380m) lockt mit dem Eifel-Skywalk – einer Brücke in den Himmel. Die Elfengrotte mit kleinem Wasserfall und die Wacholderheide Nassenberg sollten ebenfalls für die Reiseroute berücksichtigt werden.

An historischen Gemäuern ist die Mosel-Eifel reich beschenkt. Im Kondelwald ist ein Besuch der ehemaligen Festung Mont Royal interessant, eingebunden in die enge Moselschleife bei Traben. Hier bauten die Franzosen eine Monster-Verteidigungsanlage. Bauherr war Marschall Vauban, der im Auftrag des Sonnenkönigs tätig wurde.

Als eine Art Gesamtkunstwerk lohnt ein Besuch der Kurstadt Bad Bertrich, der einzigen Glaubersalztherme in Deutschland. Hier kann man Bäderarchitektur bewundern oder durch den ersten Landschaftstherapeutischen Park Europas – den Römerkessel – stiefeln.

Was man ebenfalls gesehen haben sollte bei einem Ausflug in den Kondelwald ist die Steffenswarte am Standort der abgegangenen Entersburg, die Villa Huesgen – stellvertretend für die zahlreichen Jugendstilbauten in Traben –, das Dreigiebelhaus in Kröv und der Echternachter Hof in Kinheim.

In Sachen Sakrales ist im Kondelwald vor allem auf das Kloster Springiersbach hinzuweisen, ehemals ein Augustiner-Chorherrenstift und heute ein Karmelitenkloster. Sehenswert ist auch die Wallfahrtskirche Mater Dolorosa mit dem Bitter-Leidens-Altar und die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Alflen.


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