Elfengrotte (Bad Bertrich)

Eine ganz besondere geologische Attraktion ist die Elfengrotte am westlichen Ortseingang von Bad Bertrich. Die Elfengrotte wird auch Feengrotte oder nach ihrem äußeren Erscheinungsbild Käsegrotte genannt.

Die Elfen-, Feen- bzw. Käsegrotte hatte einen fulminanten Baumeister: Hier war ein Vulkan am Werk. Heißes Gestein und unnachgiebiges Wasser formten diese fantasieanregende Grotte am rund 49km langen Üßbach, der bei Alf in die Mosel mündet und sich an der Landschaftsgestaltung vor Ort tatkräftig beteiligt hat.

Um Bad Bertrich herum und hier im Besonderen ist die Urgewalt der sogenannten Würm-Kaltzeit zu sehen. Die Würm-Kaltzeit dauerte etwa von 115.000 bis 10.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung und gilt als die letzte große "Eiszeit" hierzulande. Vom Schichtvulkan Seesenflürchen aus flossen mehrere Basaltströme und einer davon bei der Elfenmühle ins Üßbachtal. Der Üßbach musste sich daraufhin ein neues Bett schnitzen, was eine hübsche Landschaft ergab.

Für einen Basaltlavastrom hat sich die Geologie etwas besonders schmuckes einfallen lassen, nämlich die Säulen zu formen, wie Käseleiber. Die Elfen-, bzw. Käsegrotte im Üßbachtal entstand. Horizontale Klüfte oder Risse schnitten sich in die Säulen ein und die Verwitterung, rundete die Kerben, so sieht es heute aus, als habe jemand Käseleiber Schicht auf Schicht gestapelt. Tja, wer könnte der Jemand gewesen sein? Magier? Elfen? Feen?

Eine Hinweistafel erklärt vor Ort, dass der Name Elfengrotte nichts mit dem Begriff der Elfen zu tun hat. Der Name stammt von der im 19. Jahrhundert erbauten Elfenmühle, an der sich die Grotte befindet. Die Elfenmühle wird heute gastronomisch genutzt.

Das märchenhafte an der ganzen Naturerscheinung wird von der beeindruckenden Vulkanlandschaft unterstrichen. Steile Felsen umrahmen den Elbesbach-Wasserfall, der in Richtung Elfenmühle in den Üßbach mündet. Über eine Furt spannt sich ein schmales Brückchen.