Salmtal

Die Gemeinde Salmtal liegt, man kann es leicht erahnen, im Tal der Salm, einem 63km langen Fluss, der in Salm südlich von Gerolstein entspringt und in Klüsserath in die Mosel mündet. Nördlich von Salm bis hinauf nach Wittlich zieht sich der Mundwald, der mittig von der Autobahn A 60 durchschnitten wird. Die Gemeinde teilt sich in die Ortslagen Dörbach und Salmrohr, die bis 1969 eigenständig waren.

Von der Salm zweigt im Ortsteil Dörbach der Mühlengraben ab und hier liegt ein wunderschönes Kleinod: die Dörbacher Mühle. Das Mühlenensemble (Am Bendersbach, Hausnummern 36-42) bildet eine historische Oase. Erstmalig wurde die Dörbacher Mühle 1250 erwähnt. Über 200 Jahre später wurde sie vom Augustiner-Chorherrenstift aus Klausen erworben. Der Mahlbetrieb wurde 1966 eingestellt.

Das Herrenhaus der Dörbacher Mühle ist ein repräsentativer barocker Mansardwalmdachbau, im späten 18. Jahrhundert datiert. Das Mühlengebäude ist erkennbar am Anbau für das Mühlrad der ehemaligen Ölmühle. Zwei langgestreckte Wirtschaftsgebäude komplettieren die sehenswerte Gesamtanlage, die sich idylisch im Gewässer spiegelt.

Die Salmrohrer Mühle liegt quasi diagonal gegenüber, in Richtung Südosten im Ortsteil Salmrohr, in der Mühlenstraße 5. Sie ist etwas jüngeren Datums und ihre Ersterwähnung fällt ins Jahr 1330. Bis zunächst ins Jahr 1636 währte ihre erste Zeit, bis sie rund fünfzig Jahre später wieder neu aufgebaut und bis 1970 betrieben wurde. Die Mühle hat zwei Geschosse unter einem Krüppelwalmdach. Aufgeteilt ist die Salmrohrer Mühle in einen Wohn- und einen Mühlbereich mit einem hölzernen Mühlrad.

Die katholische Pfarrkirche St. Martin ist ein klassizistischer Saalbau aus dem Jahre 1839. Der stattliche Mansardwalmdachbau mit dem Pfarrhaus in unmittelbarer Nachbarschaft entstand 1912 nach der sogenannten Reformarchitektur, die sachliche und schlichte Formen bevorzugte. Pfarrhaus und Kirche prägen das Ortsbild. Als weiterer sakraler Bau ist die Wendelinuskapelle nordöstlich des Ortskerns zu nennen. Der kleine Putzbau stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Westlich von Dörbach befindet sich, umrahmt von einer alten Mauer inmitten des Waldes und in der Nähe der L 43, die Heidweiler mit Dreis verbindet, der Sauerbrunnen im Hexengraben, in der Dreiswies. Der Säuerling bringt ein Wasser zutage, dass sich aus Calcium, Magnesium und Hydrogenkarbonat zusammensetzt.

Südlich von Salmtal liegt der kleine Ort Sehlem. Die katholische Pfarrkirche St. Georg wurde 1837 gebaut, wobei der Westturm älter ist. Die Kirche ist mit den Herren von Esch verbunden (Georg und Ernst Albrecht). Sie hatten im 16. Jahrhundert hier den Zehnten und das Patronatsrecht, Grabdenkmäler erinnern an sie.

Besagtes Esch liegt noch ein Stück weiter östlich direkt an der Autobahn A 1. Hier lebte der selige Eberhard von Esch, der den Wallfahrtsort Klausen gründete. Sehenswert in Esch ist die katholische Filialkirche St. Nikolaus mit dem spätgotischen Chor (1408). Einst gab es hier auch Ritter und eine Burg. Davon zeugt noch das Burghaus mit Zehntscheune.