Meulenwaldroute (Mosel-Eifel)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 32 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑747m  ↓747m
Meulenwaldroute Eifel

Von Dreis in der Wittlicher Senke startet diese Erlebnisschleife am Eifelsteig zu einer anspruchsvollen Tagestour in den Meulenwald. Aber wer die Tour schafft, kann sich in Dreis gleich selbst anspruchsvoll belohnen: Im Waldhotel Sonnora kocht seit 1978 Helmut Thieltges, und der hält mit seinem Restaurant seit den 1990er Jahren drei Sterne des Guide Michelins, gehört damit zu den zehn besten Gourmetstuben des Landes.

Hier, rund 100m unterhalb des Waldhotels Sonnora am Sportzentrum in Dreis, beginnt die Meulenwaldroute. Man hält sich zunächst in südwestliche Richtung und wandert nach Dodenburg, Standort des gleichnamigen Schlosses Dodenburg, das auf eine Wasserburg aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht und im späten 19. Jahrhundert zum heutigen Aussehen kam. Schloss Dodenburg kann allerdings nicht besichtigt werden, denn es wird privat bewohnt.

Im Kern von Dodenburg biegt die Meulenwaldroute links ab und führt hinein in dichtem Wald. Man passiert den Bendersbach und wandert weiter nach Heckenmünster, ein historisches Schmuckstück mitten im Heckenland genannten nördlichen Teil des Meulenwalds. In Heckenmünster folgt man nach links der Kreisstraße und verlässt diese am Ende des Orts nach rechts.

Die Meulenwaldroute leitet nun auf der Trasse des Karl-Kaufmann-Wegs zu zwei Quellen im Meulenwald, der kohlensäurehaltigen Viktoriaquelle und rund 200m weiter die Wallenborn genannte Schwefelquelle. Zwischen dem 1. Jahrhundert und der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts befand sich hier ein Tempelbezirk mit Badeanlagen. Ein Modell des Quellheiligtums von Heckenmünster steht heute im Landesmuseum Trier.

Durch den Meulenwald wandert man nun auf Waldwegen westwärts. Hinter der Landstraße L 49 erfolgt der Anstieg auf den Kellerberg (449m). Auf dem Kellerberg wurde 1999 der 22m hohe Kellerberg-Aussichtsturm gebaut. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick weit in den Hunsrück und über die Eifel bis nach Belgien. Vom Kellerbergturm soll man 52 Dörfer und Landmarken betrachten können – wenn denn das Wetter mitspielt und mit klarer Sicht verwöhnt.

Vorbei an der Schutzhütte am Wanderparkplatz Dierscheid (guter Rastplatz!) geht es weiter nach Naurath. Wer die Meulenwaldroute nicht an einem Tag wandern will, sollte in Naurath seinen Stopover einplanen. Naurath, wenngleich ein kleiner Ort, hat ein eigenes Brauhaus und da gibt’s auch Gästebetten, was im Meulenwald nicht in jedem Ort der Fall ist.

Von Naurath aus führt die Meulenwaldroute weiter nach Zemmer. An der Landstraße nach Trier-Quint trifft man dabei auf den Eifelsteig, der jetzt bis kurz vor Bruch die weitere Tour vorgibt. Vorbei an Zemmer und dem Gasthof Rothaus geht es ins Quellgebiet des Gladbachs. Hier stößt man auf den idyllisch gelegenen Rastplatz Steinesse Bärchen.

Die Meulenwaldroute führt weiter über Greverath nach Gladbach und parallel zur Kreisstraße Richtung Bruch. Kurz vor Bruch verlässt die Meulenwaldroute den Eifelsteig und leitet zurück zum Startpunkt der Wanderung in Dreis.