Heidweiler

In Wittlichs Wildem Westen, da rauchen nicht die Colts, sondern es knattert ordentlich, denn in Heidweiler rotten sie sich zusammen, die Dieselrösser von Fendt. Hier im Meulenwald befindet sich die attraktivste Sammlung historischer Motorfeldpferdestärken von Fendt-Traktoren in Deutschland. Zusammengestellt wurde sie von privater Hand und zieht etliche Besucher zu Traktorentreffen in diesen Winkel des Heckenlandes.

Wem der Sinn nicht nach Zweitaktern steht, findet in der katholischen Pfarrkirche St. Vincentius einen Platz zur stillen Einkehr. 1416 wurde sie südlich des Ortskerns auf einer kleinen Anhöhe gebaut und stellt eine der ältesten Sakralbauten im Heckenland dar. Einige Jahrhunderte später erhielt sie einen Chor und insgesamt schaut sie aus, wie man sich eine Dorfkirche vorstellt, mit niedlichem Türmchen. Ihr Antlitz entspricht in etwa dem Jahr 1776. Bei Renovierungsarbeiten in den letzten Jahren fand man unter einer weißen Übertünchung farbige Jugendstilfresken.

Im Gemeindewald, auf den Spuren verschiedener Wegekreuze, in Richtung Osten und Bendersbach, findet sich ein ehemaliges Waschhaus, wo die Frauen der Schöpfung ihre Wäsche wuschen. Das sogenannte Gerberhäuschen ist von einer Bruchsteintonne überdeckt und stammt wohl aus dem Jahr 1785.

Östlich der Ortslage, ebenfalls am Bendersbach, ist das Anwesen der Heidweiler Mühle, wo sich Gäste einmieten können. Liebevoll wurde sie in den letzten Jahren restauriert. Ihr Ursprung geht ins 15. Jahrhundert zurück.