Cochemer Moselschleifen

Die Mosel ist ein kurvenreicher Fluss und besonders viele davon schlägt sie rund um Cochem, Kreisstadt des Landkreises Cochem-Zell. Man kennt diesen Abschnitt des Moseltals deshalb auch als Moselkrampen oder Cochemer Krampen: Krampen ist ein altes Wort für Klammer, und der Krampen bei Cochem ist direkt eine doppelte Klammer, denn die Mosel zieht zwischen Bremm und Cochem auf rund 24km gleich zwei Krampen und fließt wie ein großes W.

Da wir als Teilgebiet der Mosel-Eifel nur den Landstrich des Cochemer Krampens betrachten, der sich links der Mosel befindet, verwenden wir zur Unterscheidung die Bezeichnung Cochemer Moselschleifen für das Wandergebiet, das sich entlang der Mosel von der Calmont-Region bis hinauf nach Klotten zieht.

Die Cochemer Moselschleifen zählen zu den touristischen Haupanziehungspunkten an der Mosel. Daher darf es nicht wundern, wenn es Einiges zu entdecken gibt. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist sicherlich Cochem selbst, einer der bekanntesten Weinorte an der Mosel und ein einzigartiges Gesamtensemble an historischen, schmuck herausgeputzten Häusern.

Das größte Haus in Cochem steht dabei etwas abseits und erhöht: die Reichsburg Cochem. Erhaben thront sie über dem Moseltal. Wenngleich sie nur für wenige Jahre eine Reichsburg – also eine für den König und seine Verwaltung zur Verfügung stehende Burg – genutzt wurde, hat die Reichsburg Cochem eine mehr als bewegte Geschichte hinter sich, von der man sich vor Ort bei einem Besuch des Burgmuseums überzeugen kann.

Aber die Reichsburg Cochem ist natürlich nicht die einzige Burg, die man sich entlang der Cochemer Moselschleifen anschauen kann. Da gibt es auch noch die Winneburg und die Burg Coraidelstein, die einen Abstecher lohnen.

Weitere Sehenswürdigkeiten an den Cochemer Moselschleifen, die einen Abstecher lohnen, sind z.B. die Villa Margaretha im Pommerbachtal, die Mühlen im Endertbachtal bei Greimersburg, das Kloster Ebernach, die Salvatorkirche in Ernst, das historische Rathaus in Ellenz und die römischen Grabanlagen bei Nehren.

Speziell für Familien lohnt ein Ausflug in den Wild- und Freizeitpark Klotten. Den kann man per Sesselbahn von Cochem aus anfahren – übrigens die einzige Sesselbahn an der gesamten Mosel. Oben angekommen, steht man am Aussichtspunkt Pinner Kreuz und kann von da zu Fuß weiter zum Wild- und Freizeitpark, der u.a. Deutschlands schnellste und längste Wildwasserbahn beherbergen soll.

Für Wanderer ebenfalls besonders zu empfehlen ist das Naturschutzgebiet Dortebachtal nordöstlich von Klotten. Der untere Teil des Dortebachtals ist ein alpin anmutendes Erosionstal. Es öffnet sich nach Süden zur Mosel hin zwischen zwei Felsköpfen. Etwas oberhalb springt von Westen her ein felsiger Rücken vor, der vom Bach im rechten Winkel umflossen wird. Von der Mosel bis zu diesem Vorsprung besteht die Westseite aus steilen, trockenen Felsen, während der Osthang abgeböscht ist.