Bremm

Nur rund 800 Menschen wohnen in dem hübschen Örtchen Bremm an der engen Moselschleife, das zum Landkreis Cochem-Zell zählt. Der Höhenzug eines der steilsten Weinanbaugebiete auf dem Calmont liegt zwischen Bremm und Ediger-Eller, welches einige Meter flussabwärts liegt.

Der anerkannte Fremdenverkehrsort Bremm verwöhnt seine Gäste durch die fantastische Landschaft, gehaltvolle Weine und historische Baukunst aus den letzten Jahrhunderten. Eines der ältesten Bauwerke liegt in der Gemarkung von Bremm, auf der anderen Moselseite: Klosterruine Stuben aus dem 12. Jahrhundert, wobei das was man heute noch sieht, die Reste der im 17. Jahrhundert entstandenen Klosterkirche sind.

Vor der prächtigen Kulisse des Calmont hebt sich weiß verputzt der viergeschossige Turm aus dem 12. Jahrhundert der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius ab. Der Kirchensaal aus Bruchstein wurde 1480 als Einstützenhalle erbaut. Hübsch ist im Innern der Laurentiuskirche das steinerne Gewölbe in Sternenform. Staunen lässt sich auch beim Anblick des reich verzierten und ausgestalteten Hauptaltars aus dem 17. Jahrhundert. Der Renaissance-Altar stammt aus dem Kloster Stuben.

An einem Ortseingang von Bremm an der B 49 steht die kleine Michaelskapelle. Der Bruchsteinbau wurde 1690 zur Erinnerung an Zeiten von Not und Krieg erbaut. Die Michaelskapelle hat holzgerahmte Fenster, einen niedlichen Dachreiter und drinnen einen liebevoll hergerichteten Altar. Das Gemälde zeigt den Erzengel Michael, wie er dabei ist, Luzifer zu besiegen. Mit der Bremmer Kehr kann der Bremm-Erkunder sich auf einen Kreuzweg begeben, der von der Pfarrkirche bis zur Michaelskapelle führt.

Im Ortskern von Bremm ist das alte Zehnthaus aus dem 15. Jahrhundert sehenswert. Die Sammelstelle für Abgaben ist ein Beispiel spätgotischer Baukunst aus Stein. In der Moselstraße wird der Betrachter teilweise in die Zeit der Renaissance zurück versetzt, hier finden sich Häuser aus Bruchstein aus dem frühen 17. Jahrhundert. Klassizistischer ist es in der Calmontstraße, mit Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Zu den schönsten Fachwerkhäusern in Bremm zählt das Storchenhaus in der gleichnamigen Straße. Das teilweise massive dreigeschossige Fachwerkhaus wurde wunderschön mit Schnitzereien verziert, insbesondere in den Giebeln. Das Storchenhaus entstand auf einem älteren Sockel 1695-96. Der Storch mit Schlange galt als Glücksbringer oder wurde als Emblem des Baders verwendet.

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