Ernst (Mosel)

Ernst macht Spaß, sagen die rund 550 Ernster über ihren Ort, der sich sanft in eine Moselbiegung in den Cochemer Moselschleifen schmiegt. Das Motto bekräftigen die Weinkönigin mit ihren zwei Weinprinzessinnen und das jährlich stattfindende Wein- und Heimatfest. Der Wein- und Ferienort Ernst teilt sich in Ober- und Unterernst und wurde im 8. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt.

In Oberernst befindet sich das Rathaus und das Wahrzeichen des Ortes, die Pfarrkirche St. Salvator. Sie wurde 1845 im neoromanischen Stil aus rheinischem Schiefer erbaut und fällt durch ihre Doppelturmfassade ins Auge. Die Kreuzkuppelkirche wurde von Architekt Johann Claudius von Lassaulx geplant und zeigt dessen klassische Rundbögen.

Beeindruckend sind auch die bleiverglasten Fenster aus dem Jahr 1912 mit ihrer Farbenpracht. Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1896. Aus den Nischen blicken die Heiligen Quirinus und Sebastianus auf die Gläubigen. Die älteste und spielbare Orgel von Heinrich Voltmann hat zwanzig Register und wurde 1868 gebaut.

In Ernst lassen sich hübsche Fachwerkbauten finden und zahlreiche unter Denkmalschutz stehende Ziehbrunnen mit Brunnenhäuschen in der Weingartenstraße. In der Fährstraße steht das ehemalige Rathaus und andere Fachwerkhäuser, die im Kern aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammen.

Zahlreiche Wanderungen lassen sich von Ernst aus starten. Besonders informativ mit Schautafeln ausgestattet ist der Weg Erlebnis Moselkrampen. Das Logo, das eine blaue 3 zeigt, stilisiert den Moselverlauf zwischen Ernst und Poltersdorf. Das Wort Krampen bezeichnet den mäandernden Fluss zwischen Cochem und Bremm und steht für Klammer.