Übers Eifelkreuz Dicke Buche zur Genovevahöhle, durchs Kylltal zurück


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑326m  ↓326m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In der Eifel sein und nicht wandern: Das ist schier unmöglich. Auf dieser Runde bei Ehrang erkunden wir die Genovevahöhle, die an mehreren Routen liegt, allen voran die letzte Etappe (Kordel-Trier) des beliebten Eifelsteigs, auch zu nennen ist der Römerpfad im Trierer Land.

Start ist der Trierer Stadtteil Ehrang, wo die Kyll in die Mosel mündet. Vom Ramsteiner Weg beim Blankenheimer Kreuz, dessen Schaft wohl aus dem 18. Jahrhundert stammt, westlich der Bahn und der Kyll, geht’s in die Natur und aufwärts – auch in Serpentinen.

Wir wandern mit Waldbegleitung und treffen nach etwas über 4km auf die Wanderwegekreuzung Eifelkreuz-Dicke Buche. Das Wahrzeichen der Ortsgruppe Trier des Eifelvereins ist dieses Kreuz im Ehranger Wald. Am Schnittpunkt verschiedener Wanderwege stand einst die Dicke Buche, die der Blitz traf.

Wir lenken die Schritte in nördliche Richtung und kommen über den Kutbach zur sagenumwobenen Genovevahöhle, die durch Auswaschungen der Kyll entstand. Die Genovevahöhle kommt an der breitesten Stelle auf 15m und hat eine bis zu 10m hohe Decke. 1910 wurden Stufen in den Sandstein gestemmt. Funde belegen, dass die Genovevahöhle bereits prähistorisch genutzt wurde.

So ein Naturdenkmal regt natürlich die Fantasie an. Die Genoveva-Sage entstand, die im Kloster Maria Laach notiert wurde und sich um die Tragödie der Genoveva von Brabant dreht, treue Gattin des Pfalzgrafen Siegfried. Desweiteren kamen hinzu: Intrige, Mitgefühl, eine Hirschkuh und alles wurde gut. Außer für einen, den Intrigant, Ritter Golo, der viergeteilt wurde, am Naturdenkmal Goloring oberhalb von Kobern. Die Sage ging auch in eine Oper von Robert Schumann ein.

Nahe der Genovevahöhle erheben sich vom Kutbachtal aus der Sandsteinfelsenzug Kutlei und die Felsklippe Elterlay. Südwestlich der Genovevahöhle schaut man auf die Hochburg (306m), wo einst eine keltische Fliehburg war.

Wir haben etwa die Hälfte der Runde und kommen nahe der Klausenhöhle vorbei, zu der wir einen Abstecher machen könnten. In der Klausenhöhle bei Kordel soll im 18. Jahrhundert ein Eremit gewohnt haben. Man sieht im Höhleninneren Löcher, die vermutlich einst Balken getragen haben. An unserer Route liegt gen Westen der Aussichtspunkt Geyersley. Wir kommen an die Kyll und wandern mit ihrem Lauf am Kyllweiher vorbei zurück nach Ehrang.

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