Butzweiler

Butzweiler ist der größte Ort der Gemeinde Newel, die sich nördlich an das Stadtgebiet von Trier anschließt. Butzweiler selbst liegt auf einem Höhenrücken, der zum Kylltal hin abfällt. Der Butzerbach entspringt hier, fließt in östlicher Richtung und mündet in der Nähe von Burg Ramstein in die Kyll.

Der Butzerbach ist nur gute 3km lang, aber da das Bächlein auf seinem Weg zur Kyll 147 Höhenmeter bewältigen muss und dafür gleich über sieben Wasserfälle plätschert, ist das Butzerbachtal auch unter dem Namen Tal der Wasserfälle bekannt und ein beliebtes Wandergebiet im Trierer Land. Hängebrücken von bis zu 30m Länge laden zum Erkunden des Butzerbachtals ein. Das Butzerbachtal ist durch den Erlebnisweg Butzerbachtal erschlossen und auch der Eifelsteig führt hindurch.

Die Geschichte Butzweilers geht weit zurück. Siedlungsspuren verweisen auf die Römerzeit. Östlich des Ortskerns wurde ein 30m langes Teilstück der bekannten Langmauer rekonstruiert. Ursprünglich wurde die Langmauer in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts erbaut und maß 72km. Die Langmauer, Bauherr war Kaiser Valentinian (364-375), sollte einen spätantiken kaiserlichen Domänenbezirk schützen. Es wird gemutmaßt, dass die 2m hohe und durchschnittlich 60cm dicke Mauer weniger gegen Feinde auf zwei Beinen erbaut wurde, sondern gegen Wild, da die Mauer ein fruchtbares Gebiet auf Kalkböden umschloss.

Nahe Butzweilers an der Grenze zu Kordel finden sich die historischen Spuren eines römischen Kupferbergwerks. Das beeindruckende Zeugnis früherer Industrie, um es genauer zu sagen, aus dem 2. Jahrhundert, findet sich von Wald umgeben und barg vermutlich nicht allzu viel Kupfer. Eine Inschrift am Stolleneingang ist nach wie vor erhalten, darauf zu lesen: MARCI.

An die Stelle des Bergwerkes trat ein Steinbruch, die sogenannten Pützlöcher. Hier wurden bis ins 3. Jahrhundert Sandsteinquaderblöcke herausgebrochen. Beim Bau der Porta Nigra in Trier wurden Sandsteine mit der Markierung MARCI gefunden.

Die Zeugnisse des christlichen Glaubens in Butzweiler sind deutlich jünger. Der Saalbau der katholischen Pfarrkirche St. Remigius stammt von 1759 datiert, der Chorturm ist romanischer Art und wurde 1910 erhöht.