Minheim

Minheim kennt man auch als die Sonneninsel an der Mosel. Diese touristisch genutzte Beschreibung ist dem Umstand geschuldet, dass Minheim quasi wie eine Halbinsel von der Mosel umflossen wird. Die Sonneninsel Minheim zieht sich nach Norden Richtung Wittlicher Senke weit ins Land hinein und ist ein beliebtes Wandergebiet in der Mosel-Eifel.

Das Ortsbild des kleinen Weindorfs Minheim wird von der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist dominiert. Der vierachsige Saalbau entstand 1840-42 und ersetzte einen Vorgängerbau aus dem 17. Jahrhundert. Eine Kirche in Minheim ist bereits seit dem Jahr 1064 urkundlich belegt.

Am Moselufer kann man direkt am ehemaligen Fährkopf parken. Hier verkehrte von 1876-1979 eine Fähre. Bis in die 1920iger Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es auf dem 240km langen deutschen Teil der Mosel nur 14 Brücken, aber fünfzig Hochseilfähren, auch Ponten genannt. Diese antriebslosen Fähren prägten die Landschaft mit ihren Laufseil-Türmen. Heute kann man am alten Fährkopf von Minheim bequem Sport- und muskelbetriebene Boote zu Wasser lassen.

Wer sich über den Weinbau in Minheim informieren will, kann dies auf einem eigenen Minheimer Weinerlebnispfad machen, der interessante Informationen zur Großlage Michelsberg bereithält.

Am Minheimer Weinerlebnispfad liegt auf einer Anhöhe im Übergang die Minheimer Pestkapelle. Von 1700-10 wurde Minheim von der Pest heimgesucht und schwer getroffen. Die Gläubigen suchten Zuflucht im Gebet. Aus Dankbarkeit, dass sie von der Krankheit verschont wurden, errichteten die überlebenden Bürger Minheims 1710-18 eine Pestkapelle, die ursprünglich am Ortsausgang Richtung Klausen stand. Diese Kapelle wurde 1966 bei der Erweiterung der Kreisstraße abgerissen.1989 wurde die heutige Pestkapelle von der Gemeinde Minheim als sichtbares Zeichen des Dankes an die Vorfahren auf der Lay in Nachbarschaft der Mosel-Loreley errichtet.