Vulkaneifel

Die Vulkaneifel bildet das Herzstück der Eifel und wird nördlich von der Ahr-Eifel und südlich von der Mosel-Eifel eingefasst. Die Landschaft der Vulkaneifel ist in großem Maße durch Vulkanismus geprägt. Typisch sind die Eifel-Maare, schüssel- oder trichterförmige Mulden vulkanischen Ursprungs, die in eine vorvulkanische Landfläche eingesenkt sind. Gebildet wurde sie durch Wasserdampfexplosionen beim Zusammentreffen von Grundwasser und heißem Magma, in den meisten Fällen in einer einzigen Explosionsperiode.

Für Wanderer ist die Vulkaneifel ein sehr dankbares Zielgebiet, da die örtlichen Touristik zentral auf Wanderer als Zielgruppe setzen und demnach das Wanderwegenetz und die Infrastuktur als sehr gut zu bezeichnen sind. Neben zahlreichen Wanderwegen, die auf klangvolle Namen hören wie Monrealer Ritterschlag, Pellenzer Seepfad, Vulcano-Pfad, Vulka-Maar-Pfad, Manderscheider Burgenstieg und Gerolsteiner Felsenpfad. Und von Nord nach Süd durchzieht der Eifelsteig auf seinem Weg von Aachen nach Trier die Vulkaneifel komplett.

Die Vulkaneifel lässt sich in acht Wandergebiet einteilen. Ganz im Nordwesten an der Grenze zu Belgien liegt das Obere Kylltal. Hier finden sich viele Naturschönheiten wie das Heidemoor am Moorbach, der Kronenburger See und das Eichholzmaar. Auch in Sachen Kultur wird Einiges geboten z.B. mit dem Mühlen-Erlebniszentrum in Birgel, dem Eisenmuseum in Jünkerath, dem historischen Ortskern von Kronenburg und Schloss Schmidtheim.

Das Hillesheimer Land könnte man auch gut die Krimi-Eifel nennen. Viele der beliebten Eifel-Krimis spielen rund um Hillesheim, das mit seinem historischen Altstadtkern auch für Touristen ohne Mordphantasien lohnenswert ist. Schöne Ausflugsziele im Hillesheimer Land sind u.a. der Dreimühlen-Wasserfall, die Erlöserkirche in Mirbach, Burg Kerpen, das Bolsdorfer Tälchen, das ehemalige Kloster Niederehe und das Basaltlabyrinth am Arensberg (590m).

Südlich schließt sich das Gerolsteiner Land an, bekannt als die Heimat des beliebtesten Mineralwassers der Deutschen. Im Gerolsteiner Land locken viele Naturschönheiten wie die Gerolsteiner Dolomiten, der Schichtvulkan Rockeskyller Kopf (555m) oder der Blick vom Aussichtsturm auf der Dietzenley (618m). In Sachen Kultur sollte man die Villa Sarabodis, die Erlöserkirche Gerolstein, Burg Lissingen und die Betradaburg in der Reiseplanung berücksichtigen.

Maare sind mit dem Schalkenmehrener Maar, dem Weinfelder Maar, dem Pulvermaar und dem Gemündener Maar natürlich auch Thema im Wandergebiet Dauner Maare. Darüber hinaus gibt es aber noch Einiges mehr zu sehen, etwa das Eifel-Vulkanmuseum, die Strohner Schweiz, die Vulcano-Infoplattform auf der Steineberger Ley (557m) oder der Parcours der Sinne in Immerath.

Das Ferienland Manderscheid liegt im Südwesten der Vulkaneifel. Rund um Manderscheid mit seinen beiden Burgen und dem Maarmuseum findet man jede Menge spannende Ziele, z.B. das größte Maar der Eifel – das Meerfelder Maar mit dem Aussichtsturm Landesblick – und den Windsborner Kratersee am Mosenberg (517m), das Kloster Himmerod und das Eckfelder Trockenmaar, eine weltbekannte Ausgrabungsstätte, die das Eckfelder Urpferdchen ans Tageslicht brachte.

Die Hocheifel liegt im Herzen der Vulkaneifel. Hier findet sich mit der Hohen Acht (747m) der höchste Gipfel der Eifel. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Hocheifel ist sicherlich der Nürburgring mit der legendären Nordschleife - und der fast so legendären Pleite des neuen Nürburgrings 2012. Weniger schlechte Schlagzeilen produzierten trotz längerer Geschichte die Burg Nürburg, das Ulmener Maar, Europas größter Quarzitfelsen an der Teufelsley (496m), der Mosbrucher Weiher am Hochkelberg (675m) oder die Wollmerather Pfarrkirche St. Maria Magdalena mit der wertvollen Balthasar-König-Orgel.

Die Vordereifel verbindet die Hocheifel mit der sich zum Rhein hin erstreckenden Pellenz. In der Vordereifel liegen u.a. das als Perle im Elztal bezeichnete Monreal, Schloss Bürresheim und die Virneburg, die Genovevaburg mit dem Eifelmuseum in Mayen, die Wacholderheiden am Raßberg (668m), das Vulkanpark-Erlebniszentrum Terra Vulcania, Booser Eifelturm und Hochsimmerturm, die Römerwarte Katzenberg und der Riedener Waldsee.

Die bekanntes Sehenswürdigkeit in der Pellenz ist der Laacher See mit der Abtei Maria Laach. Die Pellenz, die sich von Andernach am Rhein bis zur Vordereifel zieht, war schon von den Römer besiedelt, wie etwa das Römerbergwerk Meurin und der Tumulus von Nickenich zeigen. In der alten Kulturlandschaft gibt es daher auch viele Kirchen, z.B. die Wallfahrtskirche St. Maria in Fraukirch, die Pfarrkirche St. Cyriakus in Mendig und die von Balthasar Neumann erbaute Pfarrkirche St. Cäcilia in Saffig. Auch das Deutsche Vulkanmuseum hat seinen Sitz in der Pellenz.

Inmitten der Vulkaneifel nimmt die Autobahn A 1 ab Kelberg wieder ihren Betrieb auf, nachdem sie bei der Anschlussstelle Blankenheim zeitweise endet. Es geht entlang der A 1 über Gerolstein und Daun zum Dreieck Vulkaneifel, wo die A 48 von Koblenz kommt auf die A 1 stößt. Die A 1 ist die Hauptverkehrsader in der Vulkaneifel. Daneben sind die Bundesstraße B 257 (von der Ahr-Eifel nach Luxemburg), B 258 (von Mayen nach Aachen) und B 410 (von Dasburg nach Mayen) wichtige Überlandrouten.

IVW
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