Pelm

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Pelm liegt direkt an der Kyll im Gerolsteiner Land, tief im Westen der Vulkaneifel. Zu den Gerolsteiner Dolomitfelsen ist es nicht weit und die Ruine der Kasselburg erhebt sich mit ihren Doppeltürmen majestätisch nördlich von Pelm. In Pelm selbst fällt der Blick auf die katholische Filialkirche St. Willibrord in der Hauptstraße. Der Bau des Westturms wird auf das 11. Jahrhundert geschätzt. Das Kirchenschiff stammt aus dem Jahr 1746. Die Erweiterung ist sichtbar aus der jüngeren Zeit und wurde 1965 gebaut.

Westlich von Pelm liegt der sogenannte Juddekirchhof. Der gallorömische Tempelbezirk wurde im Jahr 124 vom Römer Marcus Victorius Pellentius zu Ehren der keltisch-römischen Muttergottheit Caiva geschaffen. Ein zweiter Umgangstempel huldigte Herkules. Im 6. Jahrhundert wurde der Juddekirchhof von fränkischen Stämmen zerstört. Übrig blieben Fundamente und Teile der einstigen Umfassungsmauer. Unterhalb des Tempelbezirkes rinnt der Heideborn als Quelle aus dem Fels.

Eine Pilgerstätte ganz anderer Art stellt das Bahnbetriebswerk in Pelm dar. Es lockt zahlreiche Eisenbahnfreunde in den Süden von Pelm, wo auch ein Kalksteinbruch betrieben wird. Der Lokschuppen Gerolstein sorgt sich um den Erhalt des musealen Charakters des Bahnbetriebswerks und kümmert sich um die Sicherung der Eisenbahngeschichte der Eifel.

Zahlreiche Fahrten mit Schienenbussen und Dampfzügen finden auf der Strecke der Eifelquerbahn statt. Die Strecke misst 52km und gehört zu den hübschesten Nebenbahnen in Deutschland, wobei sie sehenswerte Ausflugsziele der Vulkaneifel auf diese attraktive Beförderungsart verbindet. Auch Wanderer des Eifelsteigs können sich ein Stück weit nostalgisch über Schienen transportieren lassen, den einfachen Fahrkartenverkauf direkt im Zug genießen, sowie die Betreuung und sogar gekühlte Getränke.

Ganz im Südwesten der Gemarkung von Pelm erhebt sich im Pelmer Wald die Dietzenley (618m). Die Dietzenley ist die höchste Erhebung im Gerolsteiner Land und besteht aus Basaltgestein. Auf der überwiegend waldreichen Kuppe wurde der 10m hohe Aussichtsturm Dietzenley aus Holz errichtet. Vom Aussichtsturm auf der Dietzenley hat man einen wundervollen Blick in die Vulkaneifel. In unmittelbarer Umgebung finden sich Reste eines keltischen Ringwalls.