Mendig

Die kleine Stadt Mendig liegt am Westrand der Pellenz und entstand 1969 durch Zusammenschluss der vormals selbstständigen Gemeinden Obermendig im Westen und Niedermendig im Osten. Mendig liegt nur rund 5km vom überregional bekannten Laacher See mit dem Kloster Maria Laach entfernt. Erwähnt wurde Mendig erstmalig 1041 als Menedich. Prägend für das Wohl und Wehe des Ortes waren der Basaltsteinabbau und die von in der Spitze knapp dreißig Brauereien genutzten Lavakeller.

Weithin sichtbar prägt die katholische Pfarrkirche St. Genoveva den Ortsteil Obermendig. Ihr Westturm ist im Kern romanisch und entstand im 12. Jahrhundert, die frühgotische Hallenkirche wurde um 1350 errichtet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Pfarrkirche St. Genoveva zu einer Basilika erweitert. Im nördlichen Querschiff findet sich das Genovevakreuz aus Basaltlava (1462). In einer Nische darunter wird eine Reliquie der heiligen Patronin aufbewahrt. Aus der Zeit um 1500 stammt eine sehenswerte plastische Ölbergszene an der äußeren Nordseite der Sakristei.

Der Florinshof mit seinem fränkischen Tor aus dem 16. Jahrhundert gehört ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten in Obermendig. Die stattliche Hofanlage war ehemals ein Fronhof des Koblenzer St. Florinstifts. Die Anlage besteht aus einem zweiflügeligen Wohnhaus, einer spätgotischen Kapelle sowie Wirtschaftsgebäuden.

Auf das Ende des 12. Jahrhunderts geht das Wahrzeichen Niedermendigs zurück, die kunsthistorisch wertvolle romanische Pfeilerbasilika und Pfarrkirche St. Cyriakus. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde an die alte Kirche eine neogotische Hallenkirche aus Basalt angebaut. Was die Kirche von außen nicht erahnen lässt, sind die wundervollen romanischen Fresken aus der Entstehungszeit bis ins 15. Jahrhundert, die bei Restaurierungsarbeiten 1887 entdeckt und freigelegt wurden. In ihrer Vielfalt und Ausgestaltung sind sie einmalig.

Durch den wirtschaftlichen Aufschwung Niedermendigs im Zuge der Ansiedlung von Brauereien, die die Lavakeller nutzten, entstand im 19. Jahrhundert der Bedarf für eine evangelische Kirche. Die evangelische Kirche Niedermendig wurde um 1850 als neugotischer Saalbau realisiert.

Eines der schönsten historischen Gebäude rund um Mendig ist der Bahnhof in Niedermendig, der auch Kaiserbahnhof genannt wird. Der Kaiserbahnhof wurde 1877 für die Eifelquerbahn von Andernach nach Gerolstein gebaut. Seinen Namen verdankt er dem Umstand, dass Kaiser Wilhelm II. den Bahnhof Niedermendig mehrfach genutzt haben soll, um militärische Manöver in der Eifel zu inspizieren.

2015 und 2016 war Mendig Veranstaltungsort für das Festival Rock am Ring. Jetzt ist das Festival zurück am Ring, aber in Mendig wird immer noch gefeiert. Das Gambrinusfest, dass alle zwei Jahre am Himmelfahrtswochenende stattfindet, zählt zu den größten Volksfesten der Region.

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