Saffig

Saffig liegt im Süden der Pellenz auf halber Strecke von Plaidt nach Bassenheim. Verbunden ist die Geschichte Saffigs mit der Adelsfamilie derer von der Leyen, die vom 15. bis 18. Jahrhundert in Saffig wirkten. Aus ihr stammen Erzbischöfe, Kurfürsten und Domherren, die von Köln über Trier bis Bamberg aktiv waren. Die von der Leyens haben auch sehenswerte bauliche Spuren in Saffig hinterlassen.

1739 holte die Adelsfamilie den bekannten Barockbaumeister Balthasar Neumann aus Würzburg in die Pellenz. Er erstellte die Pläne für die katholische Pfarrkirche St. Cäcilia und Johannes Seiz führte den Bau aus. Die Kirche ist heute ein bedeutendes Kulturdenkmal. Das Gotteshaus ist geziert von einer doppelten Welschen Haube sowie Volutengiebeln und Pilastern am Hauptportal. Den modernen Anbau erhielt die Kirche 1958-60.

Neben dem Kirchbau hatte Balthasar Neumann auch den Auftrag, das Schloss dazu zu komponieren. Das im 18. Jahrhundert gebaute Schloss Saffig wurde jedoch Anfang des 19. abgerissen. In der Denkmalzone des Schlossparks erhalten sind das sogenannte Schlösschen, zwei Nebengebäude im Stile von Pavillons, die um 1751 entstanden und um 1900 zu einer neobarocken Wohnanlage erweitert wurden. Ebenso findet sich im Park ein Gartenhäuschen mit Wasserspiel und ein Kreuzweg. Die Barmherzigen Brüder von Trier kümmern sich im Schloss um hilfsbedürftige Menschen.

In Saffig Am Klöppelsberg steht die ehemalige Synagoge. Der Basaltbruchsteinsaal mit Backsteintreppengiebel wurde 1848-55 gebaut und fiel 1938 dem Novemberprogrom zum Opfer. Die Saffiger Synagoge wurde verwüstet und die Inneneinrichtung verbrannt. Ein Förderkreis nahm sich des Gebäudes an und restaurierte es, so dass die Synagoge heute eine Erinnerungsstätte und ein kultureller Veranstaltungsort ist.

Regionaler Bezug:

Pellenz Landkreis Mayen-Koblenz Rheinland-Pfalz Vulkaneifel Eifel