Weinfelder Maar


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Zwischen dem Gemündener Maar und dem Schalkenmehrener Maar liegt das Weinfelder Maar. Es ist das höchstgelegene und zugleich mit 51m tiefste Maar der drei Dauner Maare. Flächenmäßig ist es mit seinen 17ha kleiner als das Schalkenmehrener Maar und größer als das Gemündener Maar. Die einzigartige Flora und Fauna des Weinfelder Maares, welches bisweilen türkis schimmert, ist unter Schutz gestellt. Das heißt, hier ist Baden nicht erlaubt, aber auf den Wanderwegen kann man das Weinfelder Maar auch erleben.

Das Weinfelder Maar wird auch Totenmaar genannt. Die Ursache hierfür kann man noch nördlich des Maarsees sehen. Ein kleiner Friedhof mit Kirche ist letzter stummer Zeuge des Dorfes Weinfeld, das erstmalig im 11. Jahrhundert bekannt wurde. Das Dorf muss bedeutend gewesen sein bevor es wüst fiel. Im Jahr 1562 muss Weinfeld ausgestorben gewesen sein. Etliche Notzustände wie wohl zuletzt die Pest müssen dafür gesorgt haben, dass hier niemand mehr da war. Für das Recycling der Bausubstanz sorgten die Nachbarn der umliegenden Dörfer, die den verlassenen Ort als Steinbruch nutzten.

Übrig blieb die ehemalige Pfarrkirche St. Martin, sozusagen immer noch von den Toten bewacht. Ihr Westturm und Chor stammen vermutlich aus dem 14. Jahrhundert aus der Zeit der Gotik. Das Kirchenschiff trägt das Baudatum 1723 und bis 1726 war die Kirche auch noch Pfarrkirche für die Dörfer ringsrum.

Ein solch mystischer Ort ist nicht nur Anziehungspunkt für Besucher, sondern auch für Geschichten. So rankt sich die Sage vom Schloss um das Weinfelder Maar. Mutter, Vater, Kind lebten dereinst an der Stelle des heutigen wassergefüllten Trichters. Als der Mann von der Jagd nach Hause kam, sah er, dass sein Schloss versunken war und auf dem Wasser trieb die Wiege mit dem Kind. Es heißt, wenn man nur lange genug hinsähe, könne man die Umrisse des Schlosses erkennen.

Das Weinfelder Maar wird durch den Mäuseberg (561m) vom kleinen Bruder, dem Gemündener Maar getrennt. Auf dem Mäuseberg steht seit 1900 der Dronketurm (Alfred-Dronke-Turm, Alfred Dronke war ein Gründungsvater des Eifelvereins). Der Turm mit Aussichtsplattform misst rund 10,5m und von hier aus hat man einen prima Blick über die Landschaft der Dauner Maare.


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