Immerath

Immerath liegt ohne Durchgangsverkehr ganz ruhig in einem Maarkessel im Landschaftsschutzgebiet zwischen Ueß und Kyll. Der Ueßbach, ein 49km langer Zufluss des Alfbachs mit Quelle bei Mosbruch und Mündung in Alf, fließt östlich von Immerath und markiert hier die natürliche Grenze zum Kondelwald.

Südlich des 250-Seelen-Ortes Immerath ist das kleinste der Eifelmaare zu finden. Das 6ha große Immerather Maar hat einen Durchmesser von 290m und ist auch nicht sehr tief, nur knapp 3m, soviel wie ein Schwimmbad. Trotzdem reicht das den sich hier gerne tummelnden Fischen und der Flora aus. Das Immerather Maar steht unter Naturschutz.

1750 wurde das Immerather Maar durch einen Bach abgelassen und es diente als Weidefläche. Dass man sich heute wieder in einer Wasseroberfläche spiegeln kann, liegt am Verwildern des Baches, der sich anstaute, so dass sich der Krater wieder durch Oberflächen- und Grundwasser füllen konnte. Der Uferweg um das Immerather Maar lädt mit seinen 800m zum sommerlichen Abendspaziergang ein.

Nordwestlich von Immerath, auf dem Kraterrand, zeigt sich die kleine Dreifaltigkeitskapelle, von der aus man einen guten Blick ins Dorf hinunter hat. Der neugotische Putzbau stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts und etliche Wallfahrer danken beispielsweise durch Votivbilder dafür, aus einer Notlage gerettet worden zu sein.

Stolz ist Immerath auf sein kleines, feines Schulmuseum in einem der ältesten Schulgebäude in der Umgebung. Das ehemalige Schul- und Backhaus steht in der Hauptstraße und beherbergt über dem Backes ein altes Klassenzimmer. In dem beengten Räumchen mussten teilweise bis zu sechzig Kinder unterrichtet werden – und das nicht immer von studierten Pädagogen, sondern von Lehrern, die im Sommer auch in der Landwirtschaft arbeiteten, um zu überleben. Das Fachwerkhäuschen stammt aus dem Jahr 1851.

Die Immerather haben 2009 einen Parcours der Sinne eingerichtet. 15 Stationen bietet die Reise ins eigene Erleben, angeregt durch entsprechende Reize. Da kann man Kräfte messen auf der Partnerschaukel, balancieren, Hörerfahrungen sammeln, über einen Barfußpfad gehen, sich mit optischen Täuschungen befassen und anderes mehr.

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