Hochkelberg

Der Hochkelberg (675m) erhebt sich knappe vier Kilometer südöstlich von Kelberg im Zentrum der Hocheifel. Erkennen kann man den Hochkelberg sehr gut, denn auf seiner Südkuppe steht ein weithin sichtbarer Sendeturm. Am Hochkelberg entspringt der Trierbach, der nach 25km bei Müsch in die Ahr mündet. Auch der Elzbach hat seine Quelle am Hochkelberg. Von hier fließt er auf 59km der Mosel zu, in die er bei Moselkern mündet.

Vor 35 Millionen Jahren, im erdgeschichtlichen Zeitalter des Tertiär, entstand der Hochkelberg, ein waschechter Vulkan, der letztmalig vor rund 10.000 Jahren ausbrach. Auf dem Gipfel des Hochkelbergs gab es im 3. und 4. Jahrhundert eine starke römische Befestigungsanlage mit rings um die Vulkankuppe laufenden Mauern aus Stein- und Holzkonstruktionen, die 353 von den Germanen erobert und zerstört wurde.

Südlich des Hochkelbergs liegt Mosbruch mit der katholischen Filialkirche St. Blasius, einem dreiachsigen Saalbau von 1857, und der kleinen St. Mechthild Kapelle, deren Grundsteinlegung man ins 18. Jahrhundert datiert.

Mosbruch ist vor allem bekannt wegen des Mosbrucher Weihers. Der Mosbrucher Weiher entstand vor rund 9.000 Jahren. Das Maar ist heute ist verlandet und steht seit 1980 unter Naturschutz (der Mosbrucher Weiher war übrigens das hundertse Naturschutzgebiet, das in Rheinland-Pfalz ausgewiesen wurde). Früher wurde am Mosbrucher Weiher Torf als Heizmaterial gestochen.

Obwohl der Mosbrucher Weiher verlandet ist, gibt es hier Wasser, namentlich als Quelle des Üßbachs. Der Üßbach ist ein 49km langer Fluss, der bei Alf in den Alfbach mündet und mit diesem zusammen der Mosel zufließt.

Rund um den Hochkelberg hat die Verbandsgemeinde Kelberg die Geschichtsstraße ins Leben gerufen. Der Name „Straße“ sollte einen dabei nicht verunsichern, denn es handelt sich um einen kombinierten Rad- und Wanderweg, der in zwei Teile aufgeteilt ist. Die Westroute führt von Kelberg nach Borler ins Nohner Bachtal, die Ostroute leitet von Kelberg zum Hochkelberg und weiter nach Uersfeld.