Virneburg

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Virneburg liegt im Tal des Nitzbachs, eines 29km langen Zufusses der Nette, der bei Kelberg entspringt und am Schloss Bürresheim mündet. Eingerahmt von einigen Eifelbergen wie dem Brauberg (525m) und dem Schafberg (539m) liegt der Ort Virneburg mit der gleichnamigen Burgruine auf einer Schieferkuppe.

Die Virneburg war Stammsitz der Grafen von Virneburg. Das bedeutende Adelsgeschlecht der Eifel brachte im 14. und 15. Jahrhundert Bischöfe von Köln, Mainz und Münster hervor. Die Burganlage über dem Tal ist auf drei Seiten vom Nitzbach umgeben. Von der Virneburg sind nur noch Ruinenteile erhalten, denn der Virneburg erging es wie einigen Burgen in der Region: sie wurde im 17. Jahrhundert von den Franzosen zerstört.

Die Ruinenteile der Virneburg sind das Wahrzeichen des Ortes. Vermutlich wurde die Virneburg in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gebaut. Erhalten ist eine 3m starke und noch 18m hohe Schildmauer, Reste von Palas (zweigeschossig) und Türmen und eines Torbaus mit Pechnase. Steigt man am Burgberg den Pfad hinauf, endet dieser auf dem Gelände des ehemaligen Südostzwingers mit einem Rundturm. Von diesen Mauern sind nur noch wenige Reste vorhanden. Durch ein Tor gelangte man in den Burghof, der einst bebaut war. Zudem gab es neben der Hauptburg eine Vorburg. Erhalten ist ein Teil eines Rundturms, der noch 15m misst und einen quadratischen Innenraum hat.

Rund um die Virneburg führt der zu den Traumpfaden Rhein-Mosel-Eifel zählende Traumpfad Virne-Burgweg (10km). Am Gemeindehaus in Virneburg startet der Virne-Burgweg und führt über den Nitzbach zu einer kleinen Kapelle und weiter hinauf zur Burgruine. Von dort aus geht es durch Wald zu den Wacholderheiden am Schafberg, wo sich das Eifelpanorama genießen lässt. Durch Feld und Wald geht es zur Blumenrather Heide, mit Blick bis zur Nürburg. Nun geht es weiter am Brauberg vorbei und ins Nitzbachtal, wo man sich bei einer Bachüberquerung die Wanderfüße kühlen kann.

In Virneburg sehenswert ist auch die Kapelle St. Trinitatis. Der barocke Saalbau stammt aus dem Jahr 1695. Aus dem Jahr 1616 stammt das alte Zehnthaus. Es ist zum Teil massiv und zum Teil aus Fachwerk, welches aus dem 18. oder 19. Jahrhundert stammt. Das Haus ist riedgedeckt. Das ehemalige Amtshaus in der Nachbarschaft (Hauptstraße 19) ist ein barocker Mansarddachbau aus dem Jahr 1750.

Mitten in Virneburg, an der Bundesstraße B 258, ist die alte Schule zu finden, in deren beiden oberen Etagen das Heimatmuseum Virneburg untergebracht ist, das Einblicke in die Virneburger Geschichte bietet. Zu sehen sind neben Dokumenten ein Teil eines Klassenzimmers, eine Wohnstube, eine Essküche sowie eine Schlafstube. Auch Geräte aus der Landwirtschaft sind ausgestellt.