Monreal

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Den staatlich anerkannten Fremdenverkehrsort Monreal kennt man auch als die Perle im Elzbachtal. Das nur rund 800 Einwohner zählende Monreal ist romantisch, idyllisch, hübsch und zeugt von seinem früheren Reichtum durch die Tuchherstellung. Zierliche Gassen verlaufen zu beiden Seiten des Elzbaches (Elz), der am Hochkelberg (675m) in der Hocheifel entspringt und nach fast 59km bei Moselkern in die Mosel mündet.

Zwischendrin nutzt der Bach seinen Reiz, um das schöne Elzbachtal zu formen und den drei alten steinernen Bogenbrücken im denkmalgeschützten Ortskern von Monreal ihren Entstehungsgrund zu bieten. Die Brücken entstanden in mittelalterlicher Bruchsteinarbeit. Die obere und untere Brücke trugen einst die Stadtmauer und die mittlere, die Johannesbrücke, war Fahrweg. Sie ziert sicher so manches Foto. Auf der einen Seite wacht der heilige Nepomuk. Die bemalte Sandsteinfigur des Brückenheiligen stammt aus dem Jahr 1803.

Aus kunsthistorischer Sicht herausragend ist das gegenüber stehende berühmte Löwendenkmal aus Basaltlava. Um einen achteckigen gotischen Pfeiler lauern vier Löwen. Wenn sie nicht angekettet wären, würden sie noch lebendiger wirken. Jeder hat eine andere Haltung und alle sind sie fantastisch ausgestaltet, da konnte der Zahn der Zeit kaum was dran ändern, so plastisch wurden sie erschaffen.

Hoch über dem Elzbachal thronen in Monreal gleich zwei Burgen. Die auch als Burg Monreal bekannte Löwenburg wurde um 1220 erbaut. Von der Löwenburg erhalten blieb der das Panorama überragende 25m hohe Bergfried mit einer Mauerstärke von 3m. Im Inneren führt eine Treppe zu den einzelnen Stockwerken. Vor dem Bergfried wurde im 15. Jahrhundert eine Schildmauer zum Schutz gegen Feuerwaffen errichtet. Die Hauptburg war durch zwei Halsgräben geschützt. Östlich war die dreieckige Vorburg, von der nur noch Ruinenteile zu sehen sind, ebenso wie von der frühgotischen sechseckigen Burgkapelle aus dem 13. Jahrhundert.

Vom Bergfried der Löwenburg aus genießt sich ein fantastischer Blick über Monreal mit den hingeschachtelten Fachwerkhäuschen. Man kann die denkmalgeschützten Häuser in Monreal gar nicht alle hier aufzählen. Sie sind aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, oft mit massivem Unterbau und etlichen vorkragenden Erkern.

Hervorzuheben ist das Viergiebelhaus aus dem Spätmittelalter. Es entstand 1452 und dient heute als Rathaus. Ein „Schandbaum“ an der Südwand des Hauses für Strauchdiebe und ähnliches Gesindel, gemahnt an die früheren Maßnahmen gegen Tunichtgute.

Ebenfalls im 13. Jahrhundert wurde in Monreal die Philippsburg erbaut. Man weiß nicht, ob es eine Reaktion auf den Bau der Löwenburg war (es gab damals einige Grundstücksstreitigkeiten) oder ob die Philippsburg als eine Art Vorburg für „den Löwen“ dienen sollte. Auf jeden Fall ist die Philippsburg kleiner als die Löwenburg, was ihr vor Ort den Namen „Rech“ (Reh) einbrachte. Von der Philippsburg blieb der Nordwestturm erhalten und Teile der Südmauer wurden restauriert.

Ein weiterer Turm prägt das Ortsbild in Monreal und zwar der der Dreifaltigkeitskirche Monreal aus dem 15. Jahrhundert. Die katholische Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit wurde 1460 aus Bruchsteinen erbaut. Westlich erhebt sich der Glockenturm am einschiffigen dreijochigen Langhaus, das in einen fünfseitig geschlossenen Chor übergeht.

Im Chor der Dreifaltigkeitskirche zieht der neugotische Hochaltar aus dem Jahr 1876 den Blick auf sich. Aus der gotischen Zeit ist der sehr schmucke Sakramentsschrein an der nördlichen Chorwand, der reichhaltig verziert ist und um 1460 gefertigt wurde. Schön gearbeitet sind auch die Apostelfiguren am Altar, der 1482 gestiftet wurde.

Durchschreitet man einen breiten Spitzbogen in der Kirche, gelangt man zur Heiligkreuzkapelle, die durch ihr Gesamtbild als architektonische Kostbarkeit eingestuft wird, mit einen Fünfachtelchor unter einem verzierten Gewölbe.

Aus der Bauzeit des Jahres 1460 stammt der Chor der Friedhofskapelle St. Georg am östlichen Ortsende von Monreal. Ihren Saal erhielt die Kapelle 1887. Die Grabplatten und Grabkreuze sind aus dem 16. und 17. Jahrhundert.