Ulmener Maar

Zur einzigartigen Maar-Landschaft der Vulkaneifel zählt auch das Ulmener Maar. Man könnte sagen, es ist das Nesthäkchen der versammelten Maar-Familie. Mit seinem Alter von 9.500 Jahren gilt das 5ha große Ulmener Maar als jüngstes der Maare in der Eifel. Überragt wird das Ulmener Maar von der Ruine der Kreuzritterburg Ulmen aus dem 11. Jahrhundert. Von Burg Ulmen genießt man einen wunderschönen Blick auf das Ulmener Maar.

Das in unregelmäßigen Formen ufernde Ulmener Maar hat eine Länge von 325m und eine Tiefe von 37m. Vier Meter unter der Wasseroberfläche blubbert es sanft. Diese Blasen zeugen von vulkanischem Treiben. Im 18. Jahrhundert wurde ein Zu- und Abfluss integriert. Aus den Haushalten in siebzig Ortschaften fließt das Trinkwasser des Ulmener Maars in die Töpfe, Kaffeemaschinen und Putzeimer.

Die Hänge, die das Ulmener Maar umschließen, sind von einem schönen Wald bewachsen. Den kann man auf einem rund 1,5km langen Rundweg entdecken. Das Ulmener Maar selbst ist als Wasserschutzgebiet nicht touristisch erschlossen, soll heißen: Baden streng verboten, Angeln aber erlaubt.

Der kleine Ulmener Bach verbindet das Ulmener Maar mit dem Jungferweiher auf der anderen Seite der Autobahn. Der Jungferweiher war ein altes verlandetes Maar, mit rund 118.000 Jahren im Krater. Als er Wasser führte, nutzten es Burgherren als Fischgewässer, bis es nach und nach wieder trocken fiel und man hier Torf stach, um die Eifelnächte wärmer zu gestalten. Wo heute ein Campingplatz ist, war früher eine Brikettfabrik. Auf den sumpfigen Wiesen wurden bis etwa 1942 Kühe von den Kindern aus dem Dorf gehütet.

Mit dem Bau der Autobahn A 48 wurde der Jungferweiher erneut aufgestaut, so dass sich heute hier seltene Wasservögel wohl fühlen. Im Vogelschutzgebiet Jungferweiher sieht man Blesshühner, Kormorane, Enten und Singvögel und bisweilen auch Fischadler aus Skandinavien. Wer nachzählen mag, es heißt, dass rund 150 Vogelarten am Jungferweiher Station machen. Die verschiedenen Brutvögel lassen sich im am besten vom NABU-Beobachtungsstand aus beobachten, der am westlichen Ufer des Weihers steht.

Vgwort