Gerolsteiner Dolomiten

Gerolsteiner Dolomiten nennt man die sich schroff über dem Kylltal erhebenden Felsen nördlich des Zentrums von Gerolstein. Links der Landstraße nach Dohm-Lammersdorf erhebt sich der Auberg (456m). Der bekannteste Gipfel der Gerolsteiner Dolomiten ist allerdings die Munterley (482m) mit toller Sicht über Gerolstein, das Kylltal und weit hinein in die Vulkaneifel. Diese Sicht genossen offensichtlich auch schon Steinzeitmenschen, die hier vor 20.000 Jahren siedelten, was Funde an der nahe gelegenen Magdalenenhöhle belegen.

Rund 500m weiter nördlich liegt die Buchenlochhöhe. Sie kann über den Erlebnisrundweg Gerolsteiner Dolomiten und die Etappe 9 auf dem Eifelsteig entdeckt werden, wobei man zunächst eine Holztreppe zum Eingang hinaufsteigen muss – man sollte eine Taschenlampe dabei haben, festes Schuhwerk unter den Füßen und natürlich die „ungeschriebenen Gesetze“ bei einem Höhlenbesuch beachten, damit der historisch bedeutsame Ort noch lange gut für die Nachwelt erhalten bleibt.

Östlich der Buchenhlochhöhle liefert die Papenkaule Einblicke in die Entstehung der Gerolsteiner Dolomiten. Die Papenkaule ist der trockene Krater eines vor ca. 10.000 Jahren tätigen Vulkans. Die Lava spritzte allerdings nicht zur Vulkanöffnung heraus, sondern floss vorher schon durch die Gänge des Korallenriffs, dessen Ausbruchsstelle Hagelkaule genannt wird. Aus der nördlichen Wand des Fels floss der glühende Strom in die Vertiefung zwischen Munterley und Auberg und von dort hinab ins Kylltal. Der Lavastrom bildete den Basalt, auf dem beispielsweise die Gerolsteiner Erlöserkirche steht.

Ein weiterer bekannter Gipfel der Gerolsteiner Dolomiten ist die Hustley. Hier kann man – gegen kostenpflichtigen Erlaubnisschein – Klettern und bekommt ein fast alpines Gefühl mitten in der Eifel.