Langenfeld (Eifel)

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Bergbau, Buddha und Geschichte, das ist die Kurzbeschreibung für Langenfeld in der Vordereifel. Die heutige Friedhofskirche und frühere St. Quirinus Kirche geht zurück auf die Zeit um 1400. Der Chor des Saalbaus stammt aus dem Jahr 1706 und das Langhaus ist von 1760. Die 19 Grabkreuze an der Friedhofskirche wurden zwischen 1600 und 1800 aufgestellt.

In der Kirchstraße steht die 1894-98 erbaute katholische Pfarrkirche St. Quirin und Dionysius, die aufgrund ihrer Größe auch Eifeldom genannt wird. Im Inneren der neugotischen Pfarrkirche fanden Reliquien des heiligen Jodokus ihre letzte Ruhestätte. Sie wurden im 14. Jahrhundert aus dem französischen Saint-Josse-sur-mer von einem Virneburger Grafen hergebracht.

Einkehr der anderen Art finden Menschen im ehemaligen Kloster des Ordens der Weißen Väter. 1999 erwarb das Kamalashila-Institut für buddhistische Studien das Gebäude und renovierte es. Die Gemeinschaft widmet sich insbesondere dem tibetischen Buddhismus und ist eine Bildungsstätte der buddhistischen Lehre und Meditation. 2006 wurde der Stupa (buddhistischer Reliquienschrein) eingeweiht. Er ist ein sogenannter Erleuchtungsstupa, der Heilung, Harmonie und Frieden bringen soll. In seinem Inneren sind kleine Buddhafiguren aus Ton (Tsa Tsas) zu finden sowie Mantrarollen und Reliquien.

Die Pfarrkirche St. Quirinus ist Start- und Endpunkt der Wanderroute Jodokusweg (14km), die mit einem J gekennzeichnet ist. Von der Kirche geht es zur Kapelle der Vierzehn Nothelfer und von dort wandert man weiter auf einem alten Pilgerweg, der die St. Jost Kapelle im Nitzbachtal mit Langenfeld verbindet. Durch das Tal des Achter Baches begegnet man der Schwarzen Muttergottes, einer Marienfigur in einer Felsnische. Auf der Runde kommt man noch an der Jodokussäule vorbei, passiert Welschenbach und Acht und kommt schlussendlich wieder in Langenfeld raus.

Nach Norden schließt sich an Langenfeld direkt der Ort Arft an und noch weiter nordwestlich erhebt sich der Raßberg (668m). Der ist nicht nur ein guter Aussichtspunkt, sondern zugleich Heimat einiger Wacholderheiden. Da ist z.B. das 23ha große Naturschutzgebiet Dr. Heinrich Menke Park am Westhang des Raßbergs mit ausgedehnten Wacholderbeständen.

Östlich des Raßbergs liegen die Wacholderheide am Raßberg und das Wacholdergebiet Heidbüchel. Auch am Büschberg (587m) und am Wabelsberg (555m) nach Langscheid hin finden sich Wacholderbestände.

Am Wabelsberg wurde 2009 der Heidegarten Wabelsberg eingerichtet. Dort kann auf einem kurzem Rundweg die typischen Pflanzen der Heidelandschaft betrachtet werden. Auf Informationstafeln gibt es Hintergrundinformationen zu den einzelnen Pflanzenarten.

Am Besten, man macht sich selbst auf die Socken, um die Wacholderheiden der Vordereifel zu erleben z.B. auf dem Traumpfad Wacholderweg (9km), dem Traumpfad Bergheidenweg (10km) oder dem Wacholderwanderweg (18km). So viel konzentrierten Wacholder wie in der Vordereifel gibt es sonst nur in einer Flasche Gin.

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