Besucherbergwerk Grube Bendisberg (Nitzbachtal)

Der Nitzbach ist ein 29km langer Fluss, der bei Kelberg entspringt und am Schloss Bürresheim in die Nette mündet. Im Nitzbachtal finden sich gleich zwei Sehenswürdigkeiten von Langenfeld, einer Gemeinde in der Vordereifel. Da ist zum einen das 2011 eröffnete Besucherbergwerk Grube Bendisberg. Quasi in direkter Nachbarschaft steht die Kapelle St. Jost, die auch heute noch Ziel zahlreicher Wallfahrer ist.

Beginnen wir mit der Grube Bendisberg. Die Grube Bendisberg wurde ab 1900 erschlossen und diente der Förderung von Blei- und Zinkerzen. 1957 kam für die Grube Bendisberg das Aus. Von 2003-11 wurde die ehemalige Grube zum Besucherbergwerk Grube Bendisberg umgerüstet.

Das Besucherbergwerk Grube Bendisberg ermöglicht – nach Anmeldung – ein einzigartiges Abenteuer: Man kann gleich drei Stollen auf unterschiedlichen Tiefen erkunden. Dabei geht es eine 53m tiefe Wendeltreppe hinab und später eine 32m hohe Steigleiter hinauf. Die Standardführungen im mittleren Stollen sind am Wochenende auch ohne Anmeldung möglich.

In den früheren Betriebsgebäuden nahe des Stolleneingangs lässt es sich heute zwischen Wallfahrt und Grubengeschichte gut rasten. Die Bergmannshütte Bendisberg ist ein beliebtes Ausflugslokal für Wallfahrer und Wanderer im Nitzbachtal.

Die Wallfahrtskapelle St. Jost liegt keinen Kilometer entfernt an der Einmündung des Achter Bachs in den Nitzbach. Die spätgotische Wallfahrtskapelle entstand um 1400 und wurde im 16. Jahrhundert erweitert. Der barocke Altar der Wallfahrtskapelle St. Jost stammt von 1655.