Dasburg

Der Grenzort Dasburg liegt am Fuße der Burg Dasburg, die wie ein leicht hohler Backenzahn über die Baumwipfel und Landschaft ragt. Im 12. oder 13. Jahrhundert wurde die Dasburg von den Grafen von Vianden als längsovale Anlage mit einem doppelten Bering errichtet. Heute noch erhalten sind Teile der äußeren Mauer mit Ruinen der Flankierungstürme, das Brückentor sowie der innere Bering um die Kernburg. Der bereits angenagte rund 20m hohe Turm stammt vermutlich aus dem Spätmittelalter.

Gleich zwei Sakralbauten liegen in der Straße Neuenweg in Dasburg. Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere ist ein querovaler achteckiger Saalbau mit Chor und einem Dachreiter, der von einer Zwiebelhaube mit Laterne abgeschlossen ist. Die Ausführung aus dem Jahre 1767 ist in schlichter verputzter Form gehalten. Im Inneren ist recht schmuck eine einheitliche Rokokoausstattung zu bewundern, wie beispielsweise die Volutendecke mit Rokokostuck, die Seitenaltäre und die Kanzel, mit figürlichen Schnitzereien. 1779 kam der Rokokoaltar hinzu.

Die Marienkapelle, auch genannt Kapelle Schmerzhafte Mutter, mit den Pestschutzheiligen Sebastian und Rochus, entstand im Jahr 1638. Sie findet sich auf einem Felsblock am Ortsausgang in Richtung Dahnen. Ihr Entstehen geht auf das fromme Ehepaar des Dasburger Burgverwalters Biewer zurück. Sie konnten der Pest entfliehen und stifteten die Kapelle.

Versteckt unter einfachem Putz und einem gewöhnlichen Satteldach findet sich das Haus Trost, ein spätmittelalterliches Wohnspeicherhaus, das im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammt. Die Wandstärken im Keller betragen bis zu 2,1m. Im Inneren des Gebäudes sorgten ursprünglich freitragende Deckenkonstruktionen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss für hallenartig weite Räume mit vor allem im Erdgeschoss beträchtlicher Raumhöhe.

Dasburg liegt an der Bundesstraße 410 und dort befinden sich auch Reste der Bunkeranlagen des Westwalls, genauer, zwei Stollenanlagen. Sie finden sich unterhalb der Burg im Berg. Rund 300m liegen sie voneinander entfernt. Es wird angenommen, dass die Bunker 1939-40 entstanden sind. Die Stollen dienen heute als Herberge für Fledermäuse.

Ebenfalls an der B 410, direkt am Ortseingang von Dasburg, wenn man von Daleiden kommt, kann man In der Lehmkaul parken, um auf den Waldlehrpfad Dasburg zu kommen. An mehreren Stationen kann man hier den Wald erleben und begreifen.