Dahnen

Dahnen liegt ganz im Westen Deutschlands, an der Grenze zu Luxemburg, die hier von der Our gebildet wird. Das Ourtal bei Dahnen ist ein reizvolles Wandergebiet und wird gleich von zwei grenzüberschreitenden Rundwanderwegen erschlossen: Der Nat’Our Route 1, die vom Dreiländereck bei Sevenig zur Tintesmühle in der Luxemburger Gemeinde Clerf führt und der Nat’Our Route 2, die von der Tintesmühle das Ourtal bis zur Dasburger Rellesmühle begleitet.

Nördlich von Dahnen im Tal der Our erhebt sich die Felsformation Königslei, die als Naturdenkmal ausgewiesen ist. Die Königslei besteht aus Grauwacke und etliche Wanderwege führen hier entlang. Steht man auf der 25m sich erhebenden Königslei hat man eine wunderschöne Aussicht ins Ourtal.

Etwas prosaischer ist das Guckmal – ein Holzrahmen, der als Fenster die Landschaft rahmt. Das Guckmal wurde 1995 auf den Höhen zwischen Dahnen und Dasburg errichtet. Durchs Guckmal hat man einen Rundblick in die Nachbarländer Luxemburg und Belgien - von Marnach über Fischbach, Heinerscheid und Kalborn bis Leiler und bei schönem Wetter gar bis in die Region Burg-Reuland und St. Vith.

Der älteste Teil der katholischen Pfarrkirche St. Servatius in Dahnen ist der Turm aus dem 13. Jahrhundert. Um 1500 wurde das Kirchenschiff erneuert und zeigt sich zweischiffig im Stil der Spätgotik. Der Hochaltar stammt aus dem 18. Jahrhundert und um 1955 erhielt die Kirche einen Erweiterungsbau. Alt und neu haben sich bei der Dahnener Kirche harmonisch zusammengefunden. Die Kirche wird auch Ikonenkirche genannt, denn in ihrem Inneren wurden alle Ikonen von einem Malerbruder aus der Abtei Maria Laach gemalt, Notker Becker.

Ein weiterer Kapellenbau, neben den auch hier zu findenden Votivkapellchen und einer Lourdes-Grotte, verweist auf die Frömmigkeit der letzten Jahrhunderte. Die einfach gehaltene Kapelle St. Kosmas und St. Damian wurde am nordöstlichen Ortsrand 1741 errichtet.

Südöstlich von Dahnen liegt am Mühlbach die Steinkaulsmühle, die bereits 1818 in einer Karte eingezeichnet war. Das Gebäude hat im Laufe der Jahre einige Veränderungen erfahren und die Mühle wurde 1959 stillgelegt, doch die technische Ausstattung wie Mahlstein und Schaufelrad sind noch vorhanden.