Hohe Acht

Die Hohe Acht (747m) ist der höchste Berg der Eifel. Die Hohe Acht ist ein tertiärer Vulkan mit einer Kuppe aus Basalt. Gleichnamig mit dem Berg liegt hier das Naturschutzgebiet Hohe Acht.

Auf der Hohen Acht als beliebtes Gebiet für Wanderer und Wintersportler verlaufen die Grenzen der Landkreise Ahrweiler und Mayen-Koblenz. Am Fuße liegen benachbart Jammelshofen in nordöstlicher Richtung und Siebenbach in südöstlicher Richtung. U.a. führen die Eifelleiter und der Rhein-Venn-Weg als überregionale Wanderwege über die Hohe Acht.

Auf der Kuppe der Hohen Acht steht seit 1908 der Kaiser-Wilhelm-Turm, an dem eine Gedenktafel angebracht ist: „Gestiftet im Jahre der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares 1906“. Kaiser Wilhelm II. und seine Frau Auguste Viktoria sind damit gemeint und gleichzeitig soll der Turm das Andenken an Kaiser Wilhelm I. bewahren. Über dem Eingang wird ihm mit einem Bronzerelief Ehre erwiesen. Er galt als Held, der sich für die Reichseinigung einsetzte.

Der unverputzte Kaiser-Wilhelm-Turm aus einheimischen Bruchsteinen misst 16,3m und hat unten eine Wandstärke von 1m. Damals konnte man solch ein Bauwerk für 18.000 Mark bauen. Von der Aussichtsplattform aus, nach etwas über siebzig Stufen, genießen sich bei guten Sichtverhältnissen weite Blicke über die Eifel. Man kann bis ins Siebengebirge schauen, zum Westerwald, in den Taunus und Hunsrück – gar bis zum Niederrhein.

Die Hohe Acht kann man nicht nur wandernd erleben, von Jammelshofen aus beispielsweise, sondern ihr auch den Buckel runter rutschen, denn es gibt Rodelstrecken, Skilifte und Loipen. Sogar eine Sprungschanze gab es einmal und zwar von 1934 bis in die 1980er Jahre auf dem Nordosthang. 1955 stellte Karlheinz Buchholz aus Bad Godesberg den Schanzenrekord mit 22,5m auf. Die Skisprungschanze existiert nur noch in alten Bildern und in der Erinnerung.

IVW
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