Dahlem (Eifel)

Dahlem liegt etwa auf halber Strecke zwischen Blankenheim und Stadtkyll. Die gleichnamige Gemeinde ist Nordrhein-Westfalens Kommune mit der geringsten Einwohnerdichte. Zur Gemeinde Dahlem gehören neben Dahlem die Orte Schmidtheim, Berk, Frauenkron, Baasem und Kronenburg.

In Dahlem steht die Abtei Maria Frieden, ein Kloster der Trappistinnen, die sich 1953 niederließen und dem Ort einen guten Geist verliehen. Denn die Liegenschaften wurden zuvor als Musterschäferei der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt betrieben. Die Nonnen gehören zum Orden der Zisterzienser von der strengeren Observanz (OCSO). Die Nonnen des Klosters Maria Frieden weben, sticken und nähen Paramentenstoffe für Messgewänder und Stolen beispielsweise. In ihrer Kräuterwerkstatt entstehen duftende Hautöle und zwei Sorten Kräuter-Trank. Die Produkte kann man an der Klosterpforte erwerben. Auch nimmt das Kloster Gäste auf, die Stille und Einkehr erleben möchten.

Östlich von Dahlem liegt das Naturschutzgebiet In der Wasserdell und hier findet man das Heidemoor am Moorbach. Im Heidemoor bei Dahlem wachsen seltene Pflanzen wie die Glockenheide, die Moorlilie, der rundblättrige Sonnentau, der Dreizahn und das Sumpfveilchen. Von einem Bohlensteg, der den Besucher durch das Moor hindurch führt, lassen sich diese Arten beschauen. Mittelpunkt des überschaubaren Gebietes ist der durch Anstauung des Moorbaches entstandene kleine Teich. Das Heidemoor am Moorbach ist eines der Ziele, die der Moorpfad Dahlem ansteuert.

Ebenfalls östlich von Dahlem erheben sich die Heidenköpfe. Von denen gibt es gleich drei Stück, den Heidenkopf I (591m), den Heidenkopf II (589m) und den Heidenkopf III (595m). Am Heidenkopf II befindet sich der Wanderparkplatz Heidenkopf und hier steht das Missionskreuz und man kann vom Aussichtspunkt Eifelblick Dahlem die Sicht über das Obere Kylltal genießen.

Durch das bewaldete Gebiet zwischen Heidenkopf I und III verlief früher die Römerstraße von Trier nach Köln. Heute steht hier etwas südwestlich vom Heidenkopf III der Vierherrenstein, an dem einige örtliche Wanderwege vorbeiführen.