Blankenheim (Ahr)

Im mittelalterlichen Ortskern von Blankenheim nimmt das Ahrtal seinen Anfang im Quellenhaus aus dem Jahr 1726. Hier quillt die Ahr aus einem viereckigen Bassin aus dem Keller des Hauses hervor und durchfließt in einem Kanal das Dorf und schlängelt sich dann, teils tief eingeschnitten, durch die Ahr-Eifel bis nach Sinzig, wo die Ahr nach 89km in den Rhein mündet. Oberhalb der Ahr-Quelle wacht die stolze Burg Blankenheim über die Gemeinde.

Auf halber Strecke von der Ahr-Quelle zur Burg Blankenheim erhebt sich die katholische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, die 1495-1505 erbaut wurde. Der Turm kam im 17. Jahrhundert dazu. Insbesondere die Innenausstattung ist bemerkenswert. Es gibt Schnitzarbeiten aus dem 15. Jahrhundert (aus der Burgkapelle), eine Kanzel von 1616 und die Orgel aus dem Jahr 1660, eine der ältesten im Rheinland. Beachtenswert sind auch die zwei fünfsitzigen spätgotischen Chorstühle. Zum Kirchenschatz zählt neben liturgischen Geräten und Gewändern des 18. Jahrhunderts ein Reliquiar des heiligen Georg aus der Zeit um 1450.

Schlendert man vorbei am Eifelmuseum und dem Startportal des Ahrsteigs kommt man zum Rathaus und hinter der Bundesstraße zum Schwanenweiher oder auch Blankenheimer See genannten Schlossteich, der von der Ahr durchflossen wird. Am Schwanenweiher finden im sogenannten Sommer am See an den Donnerstagen im Juli Veranstaltungen auf der Bühne im Schwanenweiher statt.

Geht man vom Schwanenweiher in einem großen Bogen um den historischen Ortskern herum – z.B. durch die Lühbergstraße in die Aachener Straße – kommt man zur Hülchrather Kapelle, die man auch als Blankenheimer Kreuzkapelle kennt. Die Barockkapelle stammt aus dem Jahr 1764. Der einstige Wallfahrtsort gliedert sich mit roten Sandsteinen und wurde mit einem Volutengiebel ausgeführt. Ein eiserner Glockenstuhl, Stuck und die Rokoko-Altäre machen aus der Kapelle ein kleines Schmuckstück.

Geht man von der Kreuzkapelle durch die Ahrstraße wieder zurück in den Ortskern, passiert man das Georgstor von 1670. Das Georgstor des äußeren Berings der mittelalterlichen Befestigung besitzt einen Fachwerkaufbau und in einer Nische steht die hölzerne Figur des heiligen Georgs.

Im Georgstor wurde 1990 das Karnevalsmuseum Blankenheim eröffnet. Es dokumentiert die lange Geschichte des Blankenheimer Karnevals, die seit 1613 schriftlich belegt ist. In Blankenheim gilt weder Alaaf noch Helau, sondern man feiert mit dem Ruf Juh-Jah. Auch sonst ist der Blankenheimer Karneval speziell. Die Hauptveranstaltung ist der Geisterzug am Karnevalssamstag, zu der mehrere tausend Besucher nach Blangem kommen, wie man Blankenheim im örtlichen Dialekt nennt.

Jetzt kommt man wieder zurück zur Ahr-Quelle. Zwischen der Quelle und einem Haus kann man eine Treppe zum Hirtenturm und dem Eifelhaus aus dem Jahr 1603 nehmen. Ein Teil des Wehrgangs ist hier erhalten und am Hirtenturm prangt ein spätgotischer Stein aus dem Jahr 1512. Der Hirtenturm wurde 1404 im inneren Bering als dreigeschossiger Turm mit spitzbogiger Durchfahrt erbaut. Im Hirtenturm zeigt seit 1994 die Galeriewerkstatt abwechslungsreiche Kunstausstellungen.

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