Traumpfad Pellenzer Seepfad (Eifel)


Erstellt von: RS
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑647m  ↓647m
Traumpfad Wegweiser

Die Pellenz ist ein Hügelland in der Vulkaneifel. Südlich begrenzt wird die Pellenz durch die Nette, einem 59km langen Zufluss des Rheins. Zur gleichnamigen rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Pellenz gehören u.a. die vorwiegend industriell geprägten Orte Kruft, Nickenich, Plaidt, Kretz und Saffig.

Seit August 2010 erschließt der Pellenzer Seepfad die hügelige und von West nach Ost zum Rhein hin leicht abfallende Landschaft mit ihren einprägsamen Vulkankuppen. Der als Traumpfad Rhein-Mosel-Eifel-Land angelegte Pellenzer Seepfad bietet schöne Panoramablicke in die Eifel, das Siebengebirge und den Westerwald, den Laacher See mit dem bekannten Kloster Maria Laach und den Krufter Waldsee, Lava- und Basaltformationen, sowie am Eppelsberg von einem neuen Aussichtspunkt Einblicke in die Erdgeschichte.

Startpunkt des Pellenzer Seepfads ist der Parkplatz am gallo-römischen Stelengrab in Nickenich, dem so genannten Tumulus von Nickenich. Von hier geht’s zunächst über einen Trampelpfad aufwärts, bis man die Aschewand des Laacher-See-Vulkans erreicht. Von hier hat man einen sehr guten Blick auf das beschauliche Nickenich.

Der Pellenzer Seepfad führt jetzt zum Eppelsberg, einem typischen Eifel-Vulkan. Durch Abbau des Vulkangesteins entstand ein einzigartiges Fenster, welches tiefe Einblicke in das Innere des Vulkans ermöglicht und an der mehr als 60m hohen Wand den typischen Aufbau eines Schlackenkegels mit seinen Schichten sichtbar macht.

Durch schönen Mischwald führt der Pellenzer Seepfad zum Krufter Waldsee. Der 3,5ha große See entstand 1985 in einer ehemaligen Bimsgrube. Das Gelände rund um den bis zu 5m tiefen See wurde einschließlich großer Schutzflächen künstlich angelegt. Im Laufe der Jahre hat sich das Gewässer zu einem großartigen Biotop entwickelt, das zahlreichen Amphibien Lebensraum bietet. Die Wasserqualität ist ausgezeichnet und wird regelmäßig kontrolliert.

Vom Waldsee an geht es bergauf und man erreicht über teilweise sehr steile Pfade die Teufelskanzel. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf den einsam gelegenen Krufter Waldsee und hinein ins Maifeld. Ganz links erkennt man im Neuwieder Becken den Rhein. Wenige Meter weiter kommt man zu einer Schutzhütte, die nach der früheren Tuff-Grube Krufter Ofen benannt ist.

Jetzt geht es in Serpentinen abwärts durch einen mächtigen Buchenwald. Über freies Feld führt der Weg zum Laacher See und gibt erste Blicke auf das Kloster Maria Laach frei. Der Pellenzer Seepfad folgt für einige Kilometer dem Ufer bevor es wieder steilt hinauf zur Ahrefeld Schutzhütte geht.

Von der Schutzhütte führt der Pellenzer Seepfad über gemütliche Wege zum Keltischen Baumkreis. Anders als der Name es nahelegt handelt es sich dabei um eine recht moderne Erfindung, die in den 1970er Jahren von dem französischen Journalisten Paule Delsole erdacht wurde. Im Sinne eines Baumhoroskops werden Sternzeichen bzw. Geburtstage einem Baum zu gewiesen. So ermittelte der Autor dieses Berichts, dass er ein Ahorn sei.

Vorbei an einem Baumlehrpfad mit lehreichen Hinweistafeln und tollen Aussichten ins Brohltal und hinüber in den Rhein-Westerwald geht es abschließend entlang des Waldrands in einem Bogen um den Sportplatz zurück zum Tumulus von Nickenich.

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