Soonwald

Der Soonwald liegt im Südosten der Wanderregion Saar-Hunsrück und zieht sich von Bingerbrück an der Mündung der Nahe in den Rhein naheaufwärts bis Kirn. Von hier aus erstreckt sich der Soonwald bis hinauf zu einer diagonal verlaufenden Linie, die grob von Woppenroth (Schauplatz der Heimat-Saga von Edgar Reitz) bis nach Bacharach am Rhein verläuft.

Der Soonwald ist eine fast geschlossene Waldfläche, die von den Tälern des Simmerbachs (bzw. Kellenbachs, wie der Unterlauf genannt wird) und des Guldenbachs quasi in drei Teile zerschnitten ist: den Lützelsoon, den Großen Soon und den Binger Wald.

Wer im Soonwald wandern möchte, stößt zuerst auf den Soonwaldsteig, einen Premiumwanderweg, der von Kirn quer durch den Soonwald bis nach Bingen führt. An der Ostflanke des Soonwalds verläuft der Rheinburgenweg und entlang der Nahe lädt der Weinwanderweg Rhein-Nahe zum Wandern ein. Zahlreiche Rundtouren wie die Rhein-Nahe-Schleife, die Baumgeister-Tour, Michels Vitaltour, die Vitaltour Wildgrafenweg, die Vitaltour Felsengarten und die Traumschleife Soonwald versprechen spannende Tagesausflüge.

Den Osten des Soonwalds nimmt der Binger Wald ein, der sich vom Rhein schnell hinauf auf Höhen über 600m zieht, wie am Salzkopf (628m), wo ein Aussichtsturm zusätzliche Fernsicht verspricht. Steckeschlääferklamm und Morgenbachtal, die Ruine der Wernerkapelle und die Hildegard-Gedächtniskirche, der Binger Mäuseturm und Burg Sooneck, Burg Stahleck und das beliebte Kletterrevier an den Trollfelsen sind einige der Sehenswürdigkeiten, die man im Binger Wald entdecken kann.

Das Guldenbachtal trennt den Binger Wald vom Großen Soon. Der Guldenbach fließt von Rheinböllen aus der Nahe zu, die er in Bretzenheim erreicht. Dazwischen liegen der Hochwildschutzpark Hunsrück, die Stromburg (hier kocht Johann Lafer, wenn er nicht gerade im Fernsehen ist), das Puricelli-Stift, das Feld des Jammers, die Bretzenheimer Eremitage (das einzige Felsenkloster nördlich der Alpen), der Aussichtspunkt Rheinblick auf dem Ohligsberg (604m) und das felsige Trollbachtal.

Der Große Soon ist der zentrale Bereich des Soonwalds und erstreckt sich rund um die Ellerspring (658m), den höchsten Gipfel im Soonwald. Im Großen Soon ging einst der Jäger aus Kurpfalz vom Forsthaus Entenpfuhl aus seinen Geschäften nach. Die Wälder des Großen Soons kann man schön vom Aussichtsturm auf der Alteburg (621m) überblicken. Beliebte Ziele im Großen Soon sind u.a. die Ruine von Burg Koppenstein, der Argenthaler Waldsee, die romanische Nunkirche, das spätgotische Rathaus in Simmertal und die Schinderhanneshöhle.

Westlich schließt sich an den Großen Soon jenseits des Kellenbachtals der Lützelsoon an. Hier finden Besucher z.B. den Nahe-Skywalk, Schloss Dhaun, die Kyrburg, die Burgruinen von Steinkallenfels, Schloss Wartenstein, die Schmidtburg, das barocke Rathaus in Kirn (einst ein Kloster) und den Aussichtsturm am Teufelsfels (569m).

Den Süden des Soonwalds bildet die Sobernheimer Talweitung, die sich zwischen Bad Sobernheim und Bad Kreuznach nördlich der Nahe erstreckt. In der Alten Neustadt schlägt das Herz der Kurstadt Bad Kreuznach und hier findet sich auf dem Gelände des früheren Ritterguts Bangert eine spannende Museumslandschaft. Bad Münster am Stein-Ebernburg ist ein hübsches Kurstädtchen am markanten Rheingrafenstein. Noch markanter ist allerdings der Rotenfels (327m), die größte Steilwand zwischen Alpen und Skandinavien, Vom Heimbergturm genießt man den weiten Blick übers Nahetal und es lohnt ein Besuch der Matthiaskirche mit historischer Stumm-Orgel und den Meistermann-Fenstern.

Der Soonwald ist verkehrstechnisch recht gut zu erreichen. Die Autobahn A 61 führt auf Höhe der Guldenbachtals durch den Soonwald und bietet bei Rheinböllen, Stromberg, Waldlaubersheim, Dorsheim und Bingen Abfahrten. Im Süden führt die Bundesstraße B 41 entlang der Nahe von der A 61 aus westwärts bis nach Saarbrücken. Von der Pfalz leitet die Bundesstraße B 48 zum Soonwald, von der Mosel-Eifel bietet sich die B 421 an, die über Kirchberg ins Kellenbachtal leitet.

IVW
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