Seesbach

Am Südrand des Soonwalds liegt der Erholungsort Seesbach, der für seine knapp 600 Einwohner mit gleich drei Kirchen aufwartet. Besonders bemerkenswert ist die Semendiskapelle auf dem Friedhof. Die Semendiskapelle wurde in ihrer heutigen Form im 13. Jahrhundert erbaut. Bereits zweihundert Jahre zuvor hatte der Mainzer Erzbischof Willigis in Seesbach Grund erworben und eine erste Kapelle errichten lassen.

Die evangelische Kirche ist ein malerischer Heimatstilbau mit barockisierenden Formen und wurde 1911 erbaut. Die katholische St. Laurentius Kirche entstand als neugotischer Bruchsteinbau nach Plänen des Limburger Diözesanbaumeisters Max Meckel 1888-89. Meckel verantwortete u.a. auch die Neugestaltung des Römers in Frankfurt.

Östlich von Seesbach Richtung Pferdsfeld liegt die Schinderhanneshöhle. Die nur 13m lange Höhle im Gaulsbachtal wurde vom Schinderhannes wohl für einige Zeit als Versteck genutzt bei seinen vielen Raubzügen im Hunsrück.

Verlässt man Seesbach nach Norden, kommt man zum Wohnplatz Waldfriede. Die Siedlung entstand 1890 als Curcolonie Waldfrieden und wollte mit ruhiger Lage und gesunder Waldluft von dem erfolgreichen Kurbetrieb in Bad Kreuznach profitieren.

Die Vitaltour Willigisweg (20km) verbindet die Semendiskapelle in Seesbach mit der Willigiskapelle in Auen. Der anspruchsvolle Rundwanderweg führt durch eine vielfältige Kulturlandschaft. Eine Besonderheit ist dabei die Kleb. Die Kleb ist ein tief eingeschnittenes Kerbtal unterhalb der Einmündung des Seesbachs in den Gaulsbach,. Der Gaulsbach ist ein 13km langer Zufluss der Nahe. Die Quelle des Gaulsbachs liegt im Soonwald nicht weit von der Alteburg (621m) entfernt. Die Mündung ist in Monzingen.