Vitaltour Willigisweg (Soonwald)


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Wegweiser
Länge: 19.59km
Gehzeit: 05:13h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Willigis wurde im Jahr 975 vom Kaiser zum Erzbischof von Mainz berufen. In seine Amtszeit fiel der Bau des Mainzer Doms und auch vieler weiterer sakraler Bauten, z.B. einer Kapelle im kleinen Soonwald-Ort Auen. Die Willigiskapelle in Auen wurde um 980 erbaut und im 14. Jahrhundert nach einem Brand im gotischen Stil neu errichtet. Noch heute sind einige Reste der Grundmauern sogar aus noch älteren Tagen und sollen bereits von den Römern gebaut worden sein.

An der Willigskapelle in Auen beginnen wir die Wanderung auf der Vitaltour. Die Willigiskapelle ist übrigens nicht nur bau- und kirchengeschichtlich interessant, sondern dient auch als Ruhestätte eines durchaus bekannten Waidmannes. In der Willigiskapelle wurde 1795 der Mainzer Erbförster Friedrich Wilhelm Utsch begraben, der als Jäger aus Kurpfalz Eingang ins deutsche Liedgut gefunden hat.

Von der Willigiskapelle aus wandert man westwärts nach Auen und passiert hier die 1964 erbaute evangelische Kirche mit sehenswerten Kirchenfenstern, die der Bensheimer Künstler Wolfhart Rohrig gestaltete.

Von Auen leitet der Willigisweg durchs Getzbachtal zum Aussichtspunkt Kaulenberg. An der Hangkante des Tales beginnt das Naturschutzgebiet Rabenkopf. Durch Mischwald führt der Willigisweg weiter über ein Seitental des Gaulsbaches nach Norden. Man erreicht die Kleb, ein tief eingeschnittenes natürliches Kerbtal, das in es seiner Ursprünglichkeit zu den Höhepunkten der Wanderung zählt.

In Seesbach trifft der Willigisweg auf eine weitere historische Kirche, die Semendiskapelle. Ebenfalls auf Anregung von Erzbischof Willigis entstandene Semendiskapelle wurde in ihrer heutigen Form im 13. Jahrhundert auf den romanischen Grundmauern aus dem 10. Jahrhundert errichtet und gehört wie die Willigiskapelle zu den ältesten Kirchen im Soonwald.

Über die ehemalige Kurkolonie Waldfrieden wandert man weiter auf dem Willigisweg zur Schinderhanneshöhle. Hier soll sich der bekannte Verbrecher – der gerne auch zum Robin Hood des Hunsrücks verklärt wird – für einige Zeit aufgehalten haben.

Von der Schinderhanneshöhle aus hält man sich südostwärts und kommt zum Aussichtspunkt Fuchshof. Von hier genießt man den fast ungestörten Panoramablick zu den Höhen des Großen Soons im Norden und des Pfälzer Berglands im Süden. Dann wandert man im ruhigen Schlussabschnitt wieder zurück zur Willigiskapelle bei Auen.

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ivw