Rotenfels

Der Rotenfels (327m) ist innerhalb des Wandergebiets Saar-Hunsrück schon ein ganz besonderer Fels: Mit rund 1.200m Länge bildet der Rotenfels die größte zusammenhängende Steilwand nördlich der Alpen. Man sagt auch gerne, der Rotenfels wäre so etwas wie der deutsche Ayers Rock. Die imposante Steilwand überragt das Nahetal um über 200m. Besonders mystisch und malerisch wirkt das 260 Mio. Jahre alte Massiv aus Ryolithgestein in der Abenddämmerung mit Sonnenuntergangsstimmung. Fantastisch!

Ein beliebtes Wanderziel ist der Aussichtspunkt Bastei oben auf dem Rotenfels. Von hier genießt man den großartigen Ausblick zur Ebernburg und weit hinein in das Pfälzer Bergland. Verschiedene örtliche Wanderwege führen hinauf zur Bastei, wo man in einem Ausflugslokal auch wieder neue Energie tanken kann. Auch der Weinwanderweg Rhein-Nahe steuert auf seiner dritten Etappe die Bastei an.

Am Westrand des Rotenfels liegt die Weinbaugemeinde Traisen. Hier gedeiht Nahewein in der nur 2ha großen Weinlage Bastei. In Traisen ist die evangelische St. Laurentius Kirche sehenswert. Sie geht wahrscheinlich auf das 14. Jahrhundert zurück. Der flachgedeckte gotische Saalbau wurde aus Bruchstein gemauert und verputzt. Der Chorraum ist jüngeren Datums und entstand um das Jahr 1700. Einst hatte die Kirche einen romanischen Turm, der aber durch den neugotischen Westturm 1878 ersetzt wurde.

Nach Süden schließt sich an Traisen fast nahtlos der Ort Norheim an. Norheim ist von der urkundlichen Ersterwähnung her der älteste Weinort an der Nahe. Bereits im Jahr 766 wird Norheim genannt. Aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammt der Turm der katholischen Pfarrkirche Kreuzerhöhung. Das gotische Kirchenschiff wurde 1864 in der jetzigen Art gestaltet. Die evangelische Kirche ist ein historisierender Putzbau aus dem Jahr 1901. In Norheim wird das Bächlein Mühlenteich von der Nahe abgezweigt. Einst gab es hier drei Mühlen. Unter Denkmalschutz steht die Mühle in der Rotenfelser Straße aus dem Jahr 1726.

Westlich von Traisen liegt Hüffelsheim, das Dorf auf der Höhe, mit seinem hübschen Rathaus. Der Fachwerkbau mit einer Toreinfahrt entstand gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Der verputzte Treppenturm ist auf das Jahr 1595 datiert und das ehemalige Backhaus auf 1608. In Hüffelsheim stehen weitere denkmalgeschützte Bauten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. 1887 entstand die katholische Kirche als gründerzeitlicher Backsteinbau. Die evangelische Pfarrkirche, die einst St. Lambert geweiht war, ist älter und aus der Zeit der Spätgotik.

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