Bretzenheim

Nachdem die Nahe Bad Kreuznach passiert hat, erreicht sie Bretzenheim, ein Weindorf mit vielen idyllischen Winkeln und historischen Gebäuden, weinrebenumrankten Straßen und Weinbergen, von denen man den Blick ins Nahetal und hinüber in den Rheingau genießt. Oberhalb von Bretzenheim mündet der Guldenbach in die Nahe, der von seiner Quelle bei Erbach bis hierhin das Wandergebiet Guldenbachtal prägt.

In Bretzenheim finden sich entlang der Kirchstraße zahlreiche denkmalgeschützte Bauten. In der Kirchstraße stehen Ruinenteile des Schlosses der Grafen von Velen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts aus Bruchstein. In der Nachbarschaft steht das Schloss Bretzenheim, das man für Feiern mieten oder als Feriengast kurzzeitig Einzug halten kann. Um 1590 wurde das Schloss Bretzenheim gebaut. Nach einem Feuer erhielt es Umbauten zum Barockschloss im Jahre 1774. Das Herrenhaus mit dem Treppenturm stammt aus dem Jahr 1595. Ein Wohngebäude wird in die Zeit um 1600 datiert. Der große Schlosskeller diente einst als Zehntkeller um den ganzen Wein als Lehen aufzunehmen für die durstigen Bischöfe.

Ebenfalls in der Kirchstraße steht die katholische Pfarrkirche Mariä Geburt mit dem angrenzenden Pfarrhaus, beides aus dem Jahr 1789. Der Turm der Kirche ist mittelalterlich und trägt eine barocke Haube, der Rest ist ein frühklassizistischer Saalbau. Um 1850 gesellte sich eine Kapelle als klassizistischer Walmdachbau zum Ensemble.

Zu Bretzenheim gehört auch das Mahnmal Feld des Jammers. Es findet sich an der B 48 (Naheweinstraße) in Richtung Bad Kreuznach und erinnert an das Kriegsgefangenenlager Bretzenheim, in dem 1945-48 deutsche Soldaten inhaftiert waren. Rund 210ha groß war das Gelände, wo 24 Cages (Käfige) abgesteckt wurden. Zeitweise waren über 100.000 Gefangene dort, anfangs unter freiem Himmel. Im Alten Amtshaus in Bretzenheim kann man sich die Dokumentation zum Mahnmal nach Anmeldung ansehen.