Steinkallenfels

Das hat schon was gewaltiges, die Steinmassen oberhalb des Ortes Kallenfels, die nordwestlich von Kirn über dem Hahnenbachtal ihre Schatten werfen. Die Herren von Stein, de lapide, nomen est omen, waren Bauherren der Burg Steinkallenfels, die genau genommen aus drei Komplexen besteht, wie man heute noch ahnen kann. Burg Stein, Burg Kallenfels und und Burg Stock im Hane wurden sie genannt und sie sitzen auf drei steilen Felsen. Die meisten Reste sind noch auf dem Stein zu sehen. Kallenfels und Stock im Hane kann man nicht erreichen, es sei denn man ist Bergsteiger und darf das.

Die Felsen machten sich die von Steins ab etwa 1150 zunutze, um die Burganlage zu bauen. Gehörte sie erst einer Familie, wurde sie ab dem 14. Jahrhundert Ganerbenburg und ab 1615 war sie schon baufällig. Dann erging es der Seinkallenfels wie vielen anderen Burgen westlich des Rheins: sie wurde von den Franzosen im letzten Viertes des 17. Jahrhunderts gesprengt.

Erhalten haben sich von Burg Stein Teile einer Toranlage, eines Wohnhauses und ein Stückchen fünfeckiger Bergfried und Schildmauerreste. Von Stock im Hane ist kaum etwas übrig und Kallenfels hat einen Teil eines quadratischen Bergfrieds auf einem Felsen zu bieten, wo man aber nicht hinkommt.

Die drei Burgen stehen auf einem natürlichen Felsenriff, das sich in östliche Richtung fortsetzt und hier die Kirner Dolomiten ausbildet. Der bekannteste Gipfel der Kirner Dolomiten ist der Oberhauser Felsen, heute ein beliebtes Kletterrevier im Lützelsoon.

Im Kirner Stadtteil Steinkallenfells leben rund 400 Menschen und die haben eine eigene Kirche. Die evangelische Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als neugotischer Bruchsteinbau errichtet.