Kyrburg

Die Kyrburg ist das Wahrzeichen der Stadt Kirn an der Nahe. 1128 wird die Kyrburg erstmals als Stammburg der Wildgrafen im Nahegau erwähnt. Im 16. Jahrhundert wurde die Kyrburg zu einem Schloss umgebaut. Die Burg ist als Ruine erhalten und bietet eine fantastische Kulisse für Opernaufführungen und Theater. Auf der Burg findet sich Gastronomie und man kann in der einstigen Speisekammer, so die Nutzungsvermutung, im Gewölbe heiraten.

Erhalten ist ein barocker Wohnbau, vermutlich aus dem Jahr 1764, als Fürst Dominik ein Garnisonshaus zur Unterbringung einer Militäreinheit erbauen ließ. Das Garnisonshaus hat zwei Stockwerke und ein hohes Satteldach. Aus der früheren Zeit ebenfalls erhalten ist neben dem Kellergewölbe der ehemalige Pulverturm (1526) und der Eselsbrunnen sowie Reste von Rundtürmen.

Im Dreißigjährigen Krieg war die Kyrbrug von Spaniern besetzt, später von Schweden und dann von kaiserlichem Gefolge. 1689 war die Zeit der Franzosen, die die Befestigungen erneuerten. 1734 war dann erstmal Schluss und die Kyrburg wurde gesprengt. Als die Brocken flogen, nutzen die Kirner das Material auch für ihre Bautätigkeiten.

Das Garnisonshaus, auch Wachhaus genannt, beherbergt heute ein Restaurant und Pub sowie ein angeschlossenes Whisky-Museum (Besichtigung auf Anfrage) im Keller mit der Möglichkeit von Tastings an Wochenenden. Zusammengezählt sind auf der Kyrburg rund 3.500 Whisky-Flaschen versammelt. Darunter richtig seltene und fremdartig anmutende wie ein Schlangenwhisky aus Fernost oder auch Flaschen aus der ehemaligen DDR oder aus Israel und der Türkei. Hauptaugenmerk gilt den Single Malt Whiskys aus dem Land, das man am ehesten mit dem goldbraunen Trunk verbindet: Schottland.

Auf dem Weg von Kirn hinauf zur Kyrburg passiert man Gullivers Bank, eine überdimensionierte Sitzbank, die 2014 anlässlich eines Wander-Events errichtet wurde. Gullivers Bank ist 4 Meter breit, 2,5 Meter hoch und hat eine Sitzflächentiefe von 1,4 Meter. Von der Bank hat man einen wunderschönen Blick über die Kirner Innenstadt und das Nahetal.