Soonwaldsteig


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 84 km
Gehzeit o. Pause: 22 Stunden 3 Min.
Höchster Punkt: 654 m
Tiefster Punkt: 84 m
Soonwaldsteig Kirn Bingen Hunsrück Wegzeichen Fernwanderweg

Der Soonwald liegt im Südosten des Saar-Hunsrücks und setzt sich aus dem Lützelsoon im Westen, dem Großen Soon zwischen den Tälern von Simmerbach und Guldenbach sowie dem Binger Wald zusammen. Den Süden schließt die Sobernheimer Talweitung zum Nahetal hin ab. Seit 2009 führt der Soonwaldsteig einmal quer durch den Soonwald. Startpunkt der Tour ist in Kirn, das Ziel in Bingen am Rhein. Dazwischen liegen gute 80km Wald, der von drei Durchbruchtälern zerschnitten wird.

Damit sind der größte Vor- und der größte Nachteil des Soonwaldsteigs direkt angesprochen: Der viele Wald heißt auf der einen Seite, dass man extrem naturnah unterwegs ist. Zeichen der Zivilisation findet man häufig in Form alter Siedlungsreste und Burgen. Ansonsten gibt’s die volle Ladung Natur mit unberührten Wäldern, malerischen Tälern und allerlei Lebewesen, die fleuchen und kreuchen. Der Soonwaldsteig ist also ideal für den Wanderer, der Stille und Natur sucht.

Allerdings gibt es mitten im Wald selten Gasthäuser, Pensionen oder Hotels. Rund 40km der Strecke des Soonwaldsteigs liegen komplett fernab von Bebauung. D.h. eine Tageswanderung auf dem Soonwaldsteig erfordert einige logistische Planung und wer den den gesamten Soonwaldsteig in einer Wanderwoche absolvieren will, sollte vorher genau schauen, wo er nächtigen kann.

Für die Abenteurer unter uns gibt es dafür am Soonwaldsteig eine tolle Lösung: die Soonwaldsteig-Trekkingcamps. Davon gibt’s drei Stück am Soonwaldsteig: das Trekkingcamp Alteburg, das Trekkingcamp Ellerspring und das Trekkingcamp Ochsenbaumer Höhe. Die Trekkingcamps haben jeweils sechs Lagerplätze, eine Feuerstelle, Sitzmöglichkeiten und Toilette. Wasser gibt’s nicht – und auch keinen Kiosk oder Imbiss. Man muss sich selbst verpflegen und schläft mitten im Wald.

Der Soonwaldsteig ist eine klare Empfehlung für Wanderer, die mal eine Woche komplett raus wollen aus dem Alltag. Man kann recht passabel von Saarbrücken oder Mainz und Bingen mit dem Zug nach Kirn anreisen und dann in fünf Tagestouren die Strecke durch den Soonwald bis an den Rhein meistern.

Auf dem Marsch über den Soonwaldsteig kommt man u.a. zum höchsten Punkt im Soonwald – der Ellerspring (658m) – und passiert gleich mehrere Aussichtstürme. Historische Gemäuer gibt es sowohl am Anfang (z.B. Schmidtburg, Schloss Wartenstein, Kyrburg) wie auch am Ende des Soonwaldsteigs zu sehen (Mäuseturm, Burg Rheinstein, Burg Reichenstein etc.). Und ansonsten: Viel grün, wenig Menschen, kein Lärm.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Soonwaldsteigs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx). Die fünf Tagesetappen des Soonwaldsteigs werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Tageswanderungen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Soonwaldsteig Etappe 1 von Kirn nach Bundenbach (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Vom historischen Marktplatz in Kirn begleitet die Startetappe den Hahnenbach aufwärts. Man kommt an Steinkallenfels – einer Ansammlung von drei Burgruinen in den Kirner Dolomiten – vorbei, besucht Schloss Wartenstein mit der Erlebniswelt Wald und Natur und beendet die Etappe schließlich gegenüber den Ruinen der Schmidtburg, einer der größten Burganlagen im Saar-Hunsrück.


Soonwaldsteig Etappe 2 von Bundenbach nach Henau (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Von der Schiefergrube Herrenberg und der Keltensiedlung Altburg wandert man über den Lützelsoon zum Teufelsberg (569m) mit dem Aussichtsturm Langer Heinrich. Dann geht es über die Womrather Höhe (599m), das Dach des Lützelsoons, ins Kellenbachtal, das die Grenze zum Großen Soon bildet. Vom Bergfried der Burgruine Koppenstein hat man einen weiten Blick über den Soonwald.


Soonwaldsteig Etappe 3 von Henau nach Argenthal (19km)

Wanderatlas-Empfehlung: Vom Alteburgturm genießt man den Blick über den Soonwald, dessen höchsten Gipfel – die Ellerspring (658m) – man wenig später erreicht. Wir sind im dichten Wald, in dem einst der Jäger aus Kurpfalz unterwegs war. Später kommt man über die Glashütter Wiesen zum Naturwaldreservat Schwappelbruch.


Soonwaldsteig Etappe 4 von Argenthal zur Lauschhütte (16km)

Wanderatlas-Empfehlung: Der Aussichtsturm auf dem Hochsteinchen (648m) ist zwar etwas eingewachsen von hohen Fichten, dennoch lohnt der Blick über den Soonwald. Noch schöner ist aber die Aussicht vom Rheinblick auf dem Ohligsberg (604m). Am Etappenziel kann man im Outdoorpark Lauschhütte stilecht in den Wipfeln der Bäume übernachten.


Soonwaldsteig Etappe 5 von der Lauschhütte nach Bingen (18km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Schlussetappe führt zunächst hinauf auf den Salzkopf (628m) mit dem Salzkopfturm. Dann geht’s durchs Morgenbachtal, das als eines der schönsten Seitentäler des Rheins gilt. Burg Reichenstein, Burg Rheinstein und natürlich der Binger Mäuseturm sorgen für architektonische Höhepunkte.

IVW
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