Soonwaldsteig Etappe 2 Bundenbach - Henau


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑605m  ↓510m
Soonwaldsteig Fernwanderweg Hunsrück

Die zweite Tageswanderung auf dem Soonwaldsteig beginnt am Wanderparkplatz Schinderhannestränke bei Bundenbach oberhalb der Ruine der Schmidtburg. Es geht zunächst zum Besucherbergwerk Schiefergrube Herrenberg.

Rund um Bundenbach wurde bis in die 1960er Jahre intensiv Schiefer abgebaut. Im Besucherbergwerk Herrenberg und dem angeschlossenen Fossilienmuseum werden die Geschichte des Bergbaus sowie der 400 Millionen Jahre alten Fossilienreichtum des Gesteins veranschaulicht und dokumentiert.

Kurz hinter dem Besucherbergwerk findet sich die Altburg. Die Altburg wurde im 3. Jahrhundert vor Christus von den Kelten angelegt. Der gut 2ha große Bergsporn in einer Schleife des Hahnenbachs wurde an der ebenen Zugangsseite von einer besonders kräftigen Mauer aus Stützbalken und Trockenmauerwerk mit vorgelagertem Graben abgeriegelt. Die Keltensiedlung Altburg kann mit oder ohne Führung besichtigt werden. Zeitweise ist die Altburg von Menschen bewohnt, die den keltische Alltag nachempfinden möchten.

Hinter der Keltensiedlung Altburg führt der Soonwaldsteig hinab ins Tal und quert den Hahnenbach. Das Hahnenbachtal wird hier auch Schmetterlingstal genannt. Im Hochsommer lassen sich hier in der Abgeschiedenheit des Hunsrücks zahlreiche auch seltene Schmetterlinge beobachten.

Oberhalb von Schneppenbach verlässt der Soonwaldsteig das Hahnenbachtal und führt an einem kleinen See vorbei zum Brieler Bach und weiter ins Schneppenbachtal. Dann geht es über die Höhen des Lützelsoons zum Teufelsberg (569m). Hier steht der Aussichtsturm Langer Heinrich, von dem man einen schönen Blick weit über den Soonwald, hinüber zum Idarwald im Hunsrück und bis zum Donnersberg (687m) in der Pfalz hat.

Der Soonwaldsteig leitet teilweise über mächtige Quarzitblockhalden weiter über die Womrather Höhe (599m) – den höchsten Punkt im Lützelsoon – zum Aussichtspunkt Blickenstein. Hier kann man auf mächtigen Felsen pausieren und wird durch einen weiten Blick auf das Kellenbachtal bis weit in die Pfalz hinein belohnt.

Jetzt wendet sich der Soonwaldsteig auf die Nordseite des Lützelsoons. Im Hintergrund sieht man Schloss Gemünden. Man wandert auf dem Soonwaldsteig hinab ins Simmerbachtal. Kurz vor der Bundesstraße B 421 trifft man auf das Naturdenkmal Langenstein, eine steil aus dem Laubwald aufragenden Felsnadel.

Der Soonwaldsteig passiert die Bundesstraße und das Kellenbachtal, das die natürliche Grenze zwischen Lützelsoon und Großem Soon bildet auf einer eigens für Wanderer gebauten Brücke. Kellenbach wird der untere Abschnitt des Simmerbachs genannt, von Gemünden an bis zur Mündung des Bachs bei Simmertal in die Nahe. Es geht vorbei am Steinbruch Henau zur Ruine der Burg Koppenstein an der Koppensteiner Höhe (551m).

Die heute noch sichtbaren Ruinen der Burg Koppenstein wurden im 14. Jahrhundert erbaut, der Standort selbst ist aber wohl schon länger durch Wehrbauten genutzt worden. Gut erhalten ist der fünfeckige, rund 20m hohe Bergfried, der besteigbar ist und von dem aus sich ein weiter Blick über den Soonwald bietet.

Vor dem Turm ruht der berühmte Wackelstein, ein großer Quarzitbrocken, der auf der schiefen Ebene seiner schmalen Unterlage zu schweben scheint. Die Tageswanderung endet schließlich an der Kreisstraße nach Henau. Bis nach Henau hinein ist es von hier ein knapper Kilometer.

Soonwaldsteig Etappen


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