Keltensiedlung Altburg (Bundenbach)

Hoch über dem Hahnenbachtal, nordöstlich des Ortes Bundenbach und in Sichtweite zur Schmidtburg, liegt die keltische Burganlage Altburg auf einem großen Plateau. Die Altburg kann mit und ohne Führung besichtigt werden und der Zugang erfolgt vom nahe gelegenen Besucherbergwerk Herrenberg.

Die Höhensiedlung Altburg aus der Latènezeit wurde im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus bewohnt. Die Gebäude wurden nach archäologischen Ausgrabungen teilweise rekonstruiert und zeigen das Leben und Arbeiten der Kelten im Hunsrück. Die sogenannte Kleinburg konnte deshalb so gut dargestellt werden, weil sich im Schiefergestein die über 3.000 Pfosten der Siedlung gut erhalten haben. Die letzten Bautätigkeiten sind mit dem Jahr 78 vor Christus festgehalten. Man fand heraus, dass es zuvor mindestens drei Mal gebrannt hatte, doch die Siedlung immer wieder instand gesetzt wurde.

Die frühere Zugangsseite war durch einen Graben und Mauerwerk gesichert. Am heutigen Zugang zwischen Wall und Steilhang stand damals ein Tor mit Turm. Zunächst war die Altburg eine leicht befestigte Höhensiedlung, erst später erhielt sie die Mauern. Die Wohn- und Wirtschaftshäuser der Kelten im Freilichtmuseum Altburg stehen rund um einen Dorfplatz mit Feuerstelle. Die Häuser stehen teilweise auf Stützen und haben ein tief herabgezogenes Dach, das sicherlich vor Wind und Wetter schützte.

Einmal jährlich am dritten Wochenende im August begeistert das Altburg-Festival zahlreiche Besucher im Tal der Jahrtausende, wie die Umgebung verheißungsvoll genannt wird. An einem Wochenende wird Folk- und Keltische Musik geboten sowie ein Keltenmarkt mit etlichen Spektakeln.

An der Altburg startet der Sironaweg, ein Themenwanderweg, der die keltisch-römischen Sehenswürdigkeiten im Hunsrück erschließt. Am Sironaweg informieren 26 Stationen über die Ahnen. Die Startetappe des Sironawegs führt von der Altburg nach Stipshausen.

Die Altburg liegt auch direkt am Soonwaldsteig, am Saar-Hunsrück-Steig und an der Traumschleife Hahnenbachtaltour, die am Besucherbergwerk Herrenberg startet. Die Traumschleife Hahnenbachtaltour wurde 2012 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt.