Wandern im Brohltal

Das Wandergebiet Brohltal liegt günstig zwischen der Vulkaneifel im Süden und Bad Neuenahr-Ahrweiler im Norden. Zwischen Brohlbach und Vinxtbach, den beiden zentralen Flüssen im Brohltal, gibt es eine Reihe sehr schöner Rundwanderwege und natürlich passieren auch mehrere Fernwanderwege die Landschaft rund um Niederzissen, den Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Brohltal.

Gleich fünf Geopfade wurden im Brohltal angelegt. Der Geopfad Trasshöhlenweg (15km) beginnt an der Haltestelle Bad Tönisstein des Vulkan-Express. Unterwegs sieht man Trasshöhlen, wandert durch die Wolfsschlucht und kommt zum ehemaligen römischen Steinbruch Mauerley. Dann steht Burgbrohl auf der Wanderrunde sowie der Burgberg und es geht entlang des Brohlbachs. An 17 Stationen auf dem Rundweg erfahren Interessierte etwas über die Besonderheiten des unteren Brohltals.

Das weithin sichtbare Wahrzeichen des Brohltals ist Burg Olbrück und die ist Thema des Geopfads Olbrücker Burgpanorama (23km). Start ist in Niederzissen, ebenfalls ein Haltepunkte für den Vulkan-Express. Dann geht es u.a. zur Burg Olbrück, durchs malerische Quackenbachtal, zum Königssee und zum Rodder Maar. Der sehr gut erhaltene Hufeisenkrater Bausenberg (340m) fasziniert insbesondere Menschen auf den Spuren von Flora und Fauna, denn am Bausenberg lassen sich etliche seltene Tierarten beobachten und Orchideen entdecken.

Weibern im oberen Brohltal ist der Dreh- und Angelpunkt für den Geopfad Tuffsteinweg (18km). Der Weiberner Tuff war und ist beliebter Bodenschatz für Bauten und Skulpturen. Der Geopfad Tuffsteinweg startet am Endhaltepunkt des Vulkan-Express in Engeln. Besondere Faszination geht von den bis zu 30m hohen Tuffsteinfelsen aus. In Weibern informiert das Tuffsteinzentrum mit dem Weiberner Schaufenster, dem Steinsägehaus und dem Tuffsteinmuseum im Bahnhofsgeäude über den Weiberner Tuff.

Das Vinxtbachtal erkundet sich recht abwechslungsreich und ohne große Schwierigkeiten sowie Höhendistanzen von Königsfeld aus über den Geopfad Vinxtbachtaler (12km). Vom Bürgerhaus aus durchstreift man das historische Königsfeld mit der spätromanischen Basilika St. Nikolaus aus dem Jahr 1226. Feldwege und herrliche Fernsichten begleiten den Wanderer zum Waldgut Schirmau. Dort hat man vom Aussichtsturm Weiselstein den absoluten Überblick. Durch Felder und Wiesen geht es weiter nach Schalkenbach mit der Kapelle St. Johannes des Täufers.

Der Geopfad Laacher Rundweg (15km) erkundet von Wassenach aus den Laacher See und die Abtei Maria Laach. Man umrundet einmal komplett den Laacher See und genießt die herrlichen Aussichten auf die Landschaft der Pellenz in der Vulkaneifel - z.B. vom Lydiaturm.

Der Höhlen- und Schluchtensteig Kell (12km) ist als Traumpfad Rhein-Mosel-Eifel ausgewiesen. Er führt u.a. durch die Wolfsschlucht bei Bad Tönisstein und zu schönen Aussichtspunkten wie dem Schweppenburgblick.

Der zentrale Fernwanderweg im Brohltal ist die 2015 eröffnete Eifelleiter, die von Bad Breisig am Rhein durchs Breisiger Ländchen und das Brohltal hinauf zur Hohen Acht (747m) in der Hocheifel führt. Die Eifelleiter passiert u.a. den Bausenberg, das Rodder Maar, den Königssee und den Erlebniswald Steinrausch.

Der Hauptwanderweg 1 des Eifelvereins ist der Jakobsweg (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Pilgerrouten, die es überall in Europa gibt). Der Jakobsweg durch die Eifel führt vom Bonner Venusberg (176m) über Bad Neuenahr nach Schalkenbach. Über Oberdürenbach und Wehr geht es weiter zur Abtei Maria Laach, nach Monreal und schließlich zum Ziel in Moselkern an der Mündung des Elzbachs in die Mosel.

Der Rhein-Venn-Weg wird vom Eifelverein als Hauptwanderweg 12 geführt. Der Rhein-Venn-Weg startet in Brohl-Lützing und führt auf der ersten Etappe durch die Wolfsschlucht zum Laacher See und der Abtei Maria Laach bis nach Kempenich. Weiter geht es über die Hohe Acht nach Adenau, Antweiler, Blankenheim und Hellenthal zum Ziel in Monschau.